Ärzte Zeitung, 27.09.2007

Herzleiden weiter häufigste Todesursache

2006 war jeder zweite Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedingt

WIESBADEN (dpa). Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden weiterhin die häufigste Todesursache in Deutschland. Fast jeder zweite der im vergangenen Jahr gestorbenen 821 627 Menschen erlag einer solchen Erkrankung. Die Zahl der Sterbefälle lag aber insgesamt um 8600 (ein Prozent) unter der Zahl von 2005.

Weniger Todesfälle pro Jahr

Todesursachen in Deutschland
 

    2005

    2006

Gesamtzahl der Todesfälle

830 227

821 627

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

367 361

358 953

Krebserkrankungen

211 396

211 523

Nicht-natürlicher Tod
(Verletzungen oder Vergiftungen)

> 33 000

32 212

Suizide

10 260

9 765

Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sind in Deutschland weiterhin die häufigsten Todesursachen.

An Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems starben insbesondere ältere Menschen: Mehr als 91 Prozent der Gestorbenen waren über 65 Jahre alt. Da Frauen im Durchschnitt älter werden als Männer, starben von diesen entsprechend mehr an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. An einem Herzinfarkt starben im vergangenen Jahr insgesamt 64 796 Menschen, davon waren 55 Prozent Männer und 45 Prozent Frauen.

Mehr als jeder vierte - 112 761 Männer und 98 762 Frauen - erlag im Jahr 2006 einem Krebsleiden. Bei Männern führend sind Todesfälle durch Lungenkrebs, Prostata-Karzinome stehen an dritte Stelle. Bei Frauen steht Brustkrebs oben auf der Liste der Krebstodesursachen, gefolgt von Lungenkrebs. Im Jahr 2006 gab es 9765 Selbsttötungen, drei von vier davon von Männern.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Statistik zeugt von Fortschritt

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »