Ärzte Zeitung, 06.02.2004

Biotoxin hilft bei hartnäckigen Tumorschmerzen

NEU-ISENBURG (ikr). Ein Arzneimittel mit Tetrodotoxin, einem vom Kugelfisch extrahierten Neurotoxin, hilft offenbar Krebspatienten, die nicht auf herkömmliche Schmerzmittel ansprechen.

Das Gift des Kugelfisches, der in Japan als Delikatesse gilt, kann zu Lähmungserscheinungen und sogar zum Tode führen. In einer Phase-II-Studie wurden jetzt 22 Krebspatienten mit therapieresistenten Schmerzen vier Tage lang intramuskulär mit verschiedenen Dosierungen des Neurotoxins behandelt. Bei 68 Prozent der Patienten nahmen die Schmerzen deutlich ab. Es gab keine schweren unerwünschten Wirkungen.

Entwickelt worden ist das Arzneimittel, das über eine Blockade der Natriumkanäle wirkt, von dem kanadischen Unternehmen Wex Technologies. Eine Phase-III-Studie ist bereits in Planung. Die Phase-II-Studie ist in der Januar/Februar-Ausgabe der Zeitschrift "Journal Supportive Oncology" publiziert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »