Ärzte Zeitung, 19.05.2005

Wenig Fett, wenig Rezidive?

Seltener neuer Brustkrebs bei fettarmer Ernährung

ORLANDO (ple). Frauen mit Brustkrebs, die nach der Operation darauf achten, wenig Fett zu essen, tragen mit dieser Maßnahme möglicherweise dazu bei, daß sich die Entstehung von Rezidiven deutlich verzögert.

Hinweise für diesen positiven Effekt fettarmer Ernährung gibt es aus einer randomisierten prospektiven Studie mit fast 2500 Patientinnen. Fast 1000 Frauen nahmen - zusätzlich zur üblichen Therapie - pro Tag im Mittel 33 Gramm Fett zu sich, die übrigen Frauen 51 Gramm pro Tag.

Patientinnen mit fettarmer Diät bekamen darüber hinaus eine regelmäßige Ernährungsberatung. Wie bei der 41. Jahrestagung der US-Krebsgesellschaft ASCO in Orlando berichtet wurde, hatten nach fünf Jahren 9,8 Prozent der Frauen mit fettarmer Diät ein Rezidiv, in der Vergleichsgruppe dagegen 12,4 Prozent. Offenbar profitierten Frauen, die Östrogen-Rezeptor-negativ waren, mehr von der Diät als die Vergleichsgruppe.

Lesen Sie dazu auch:
Ermutigende Einzelerfolge gegen Tumor-Erkrankungen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »