Ärzte Zeitung, 09.02.2005

FUNDSACHE

Blutspenden von Klinik-Besuchern

In Chile gibt es Streit um die Praktiken eines Krankenhauses. Das Bezirkskrankenhaus in Talca hat nämlich angeordnet, daß niemand Kranke besuchen darf, wenn er nicht vorher Blut gespendet hat.

Dem Abgeordneten Ignacio Urruita, der einen kranken Freund in Talca besuchen wollte, ist aus diesem Grund denn auch der Zutritt zum Krankenzimmer verwehrt worden: Er müsse erst Blut spenden, berichtet die britische Agentur Ananova.

"Das ist Erpressung! Das ist total illegal", wetterte der Abgeordnete in einem Zeitungsinterview. Die Krankenhaus-Chefs dagegen bleiben ganz gelassen. Diese Politik sei ganz normal, das werde in vielen Krankenhäusern in Chile so gehandhabt, sagte ein Sprecher des Talca Hospitals. "Wir machen das, weil wir nicht genug Blutkonserven haben."

Urruita will den Fall nun vor den chilenischen Kongreß bringen. Sein Ziel ist ein neues Gesetz, das solche Praktiken in Krankenhäusern verbietet. (ug)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »