Ärzte Zeitung, 29.09.2008

"Krankenhausmedizin darf nicht ausgedünnt werden!"

"Krankenhausmedizin darf nicht ausgedünnt werden!"

Rudolf Henke, Chef des MB.

Foto: Bauchspieß

Der Chef des Marburger Bunds Rudolf Henke nahm in seiner Rede den Gesetzgeber in die Pflicht.

"Die im Sozialgesetzbuch V normierten Ansprüche der Versicherten auf eine dem Stand der Zeit entsprechende qualifizierte ärztliche und pflegerische Versorgung im Krankenhaus lässt eine weitere Ausdünnung der Krankenhausmedizin nicht zu.

Der Gesetzgeber regelt die Leistungsvergütungen der Krankenhäuser gesetzlich und begrenzt sie nach oben. Also kann er sich nicht entziehen, wenn er auch für die Finanzierung sorgen soll. Aus dieser Situation können wir den Sozialgesetzgeber nicht befreien.

Wir fordern unverändert eine 100-prozentige Refinanzierung der Tarifentwicklung in den Krankenhäusern und zwar auf Dauer. Ein entsprechender Zuschlag zu den Krankenhausvergütungen muss jetzt beschlossen werden. Das gleiche gilt für die Steigerungen bei den Sachmitteln oder Personalkosten.

Die bestehende Problematik kann nur dadurch gelöst werden, dass den Krankenhäusern für ihre Leistungen auskömmliche Erlöse gezahlt werden. Dies würde sie auch in die Lage versetzen, in eigener Verantwortung die Situation der Pflege zu verbessern."

Lesen Sie dazu auch:

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »