Ärzte Zeitung, 19.10.2015

Schönheits-OP

17.000 Euro Schmerzensgeld nach fehlerhafter OP

DORTMUND. Nach zwei misslungenen Schönheits-Operationen in Ankara erhalten zwei Frauen aus Köln insgesamt 17.000 Euro Schmerzensgeld. Das entschied das Dortmunder Landgericht am Donnerstag.

Die 42 und 44 Jahre alten Frauen hatten sich 2010 an ein Kölner Kosmetikstudio gewandt, das sie an einen Arzt aus Ankara vermittelte. Die anschließenden Brust- und Bauchstraffungen waren laut Urteil jedoch misslungen.

Beide Frauen leiden nach eigenen Angaben bis heute unter schmerzenden Narben. Weil das Kosmetikstudio damals als Vertragspartner auftrat, muss es auch das Schmerzensgeld zahlen.

Das Landgericht Dortmund war zuständig, weil der Studiobetreiber seinen Hauptsitz in Lünen bei Dortmund hat. (dpa)

[19.10.2015, 18:20:26]
Dr. Robert Künzel 
Na ja, Hauptsache ein Schuldiger ist greif- und pfändbar
Dieses Urteil passt 1:1 ind die derzeitige politische Landschaft. Probleme, die entweder gänzlich selbstverschuldet oder in weit entfernten Gefilden entstanden sind (oder idealerweise trifft beides zu) werden zu uns importiert und irgendein deutscher Steuerzahler wird sich schon finden, der die Rechnung zahlt.
Zunächst ist Geiz geil und kein Weg zu weit, sitzen dann aber die ungarischen Zähne wackelig und die türkischen Implantate schief, dann schnell mit dem wohlfeilen Rechtsschutz zum nächsten "Patientenanwalt". Gnade dann Gott, wenn in dieser ganzen Gemengelage noch irgendwo ein armer gutmeinender deutscher Arzt mit so einer Angelegenheit befasst war, und sei es nur zur Verabreichung der notwendigen Reiseimpfung vor dem Auslandsaufenthalt. Der Patientenanwalt wird schon irgendwie einen "inneren Zusammenhang" zwischen der Reiseimpfung und der misslungenen Schönheits-OP konstruieren und den deutschen Arzt irgendwie mit reinreiten. Aber wie man sieht, auch einen Kosmetikstudiobetreiber kann man gehörig schröpfen. zum Beitrag »

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