Ärzte Zeitung, 31.07.2008

Ärztekammer fordert absolutes Verbot von Tabak in Kneipen

BERLIN (ble). Die Bundesärztekammer (BÄK) sieht in dem Urteil "eine große Chance für die Durchsetzung eines konsequenten, ausnahmslosen Rauchverbots in der gesamten Gastronomie."

"Ein absolutes Rauchverbot in Gaststätten und Diskotheken ist verfassungsgemäß - das hat das höchste deutsche Gericht in nicht zu überbietender Klarheit kundgetan", forderte BÄK-Vorstandsmitglied Rudolf Henke. Der Gesetzgeber habe jetzt die Pflicht, ein einheitliches Rauchverbot in allen Bundesländern zu erlassen.

Mit ihrem Urteil haben die Richter Henke zufolge die Gesetzeslage in Berlin und Baden-Württemberg sogar noch verschärft. So müssten sich Kleingaststätten ohne abgetrennten Nebenraum künftig als Rauchergaststätten ausweisen und Personen unter 18 Jahren den Zugang verweigern.

Auch in Diskotheken gelte weiter das Rauchverbot. Den Betreibern werde lediglich ein Raucherraum ohne Tanzfläche zugestanden. In Ländern mit konsequentem Rauchverbot wie Italien, Irland oder Spanien werde dieses von der Bevölkerung mitgetragen, so Henke. Und das auch von Rauchern.

Lesen Sie dazu auch:

Karlsruher Grundsatzurteil stößt auf geteiltes Echo :

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »