Opioid-induzierte Obstipation
Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem
Die Opioid-induzierte Darmfunktionsstörung, deren häufigste Form die Opioid-induzierte Obstipation (OIC) ist, bleibt trotz klarer Datenlage [1–4], OIC-spezifischer Handlungsempfehlungen und Leitlinien [5–7] sowie effektiver Behandlungsoptionen unterdiagnostiziert und unterbehandelt [8]. Auf Basis des heutigen pathophysiologischen Verständnisses sollte eine OIC nach Versagen von konventionellen Laxantien mit einem peripher wirksamen μ-Opioid-Rezeptor-Antagonisten (PAMORA) behandelt werden. Im Interview erläutert PD Dr. Michael Überall, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. (DGS), Präsident der Deutschen Schmerzliga und Leiter des Instituts für Neurowissenschaften, Nürnberg, ein zeitgemäßes Vorgehen bei von einer OIC betroffenen Patientinnen und Patienten.


