BRAF V600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie
Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin
Aktivierende BRAFV600E-Mutationen finden sich bei etwa 8–12% der Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) [1]. Bei nachgewiesener Mutation wird in den Leitlinien bei diesem Subtyp Encorafenib plus Cetuximab nach systemischer Vortherapie als Therapiestandard ab der Zweitlinie empfohlen [2–4]. Wie eine retrospektive Registerstudie zur Versorgungsrealität in Deutschland zeigt, erhält jedoch mehr als ein Drittel der Erkrankten vor Beginn der Erstlinientherapie keine leitliniengerechte Diagnostik; zudem wurde bei mehr als einem Drittel trotz erfolgter Testung auf BRAF(B-rapidly accelerated fibrosarcoma)-Mutationen keine leitliniengerechte Therapie eingeleitet [5]. In einer vorläufigen Datenauswertung war eine leitlinienadhärente Behandlung mit einem verbesserten progressionsfreien und Gesamtüberleben assoziiert [5].


