Podcast „Die Berliner Stunde“
„Funktioniert das System nicht, sind viele Menschen verzweifelt und frustriert“
Im Podcast erklärt der CSU-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, weshalb er das Thema Gesundheit für „demokratierelevant“ hält, was er vom Bundesfinanzminister erwartet – und warum ein Finanzausgleich von privater und sozialer Pflegeversicherung zu kurz greift.
Veröffentlicht:Wichtige Reformen sowohl in der gesetzlichen Krankenversicherung als auch in der sozialen Pflegeversicherung seien nur mit einer Art Konzertierte Aktion zu lösen, ist der CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, überzeugt. Es gehe darum, sich „unterzuhaken“ und „endlich“ zu liefern, sagt der frühere bayerische Gesundheits- und Pflegeminister im Podcast „Die Berliner Stunde“.
Zur Erinnerung: Ende der 1970er Jahre arbeiteten Vertreter aller wichtigen Bereiche – Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen, Krankenhäuser, Gewerkschaften oder Arbeitgeberverbände – in einer „Konzertierten Aktion“ für eine große Gesundheitsreform zusammen.
Reformdruck? „Unterhaken und endlich liefern!“
Bei Gesundheit und Pflege handele es sich um „demokratierelevante“ Themen, betont Holetschek. Fragen wie „Wann kriege ich einen Termin beim Arzt?“ oder „Ist mein Pflegeplatz überhaupt da?“ beschäftigten die Menschen mehr denn je. „Und wenn das nicht funktioniert, das System, dann sind viele Menschen verzweifelt und frustriert – und möglicherweise ist das dann auch wieder ein Thema der Radikalisierung.“ Wichtig sei überdies ein nachhaltiger Bürokratieabbau für Arztpraxen, Heime und Krankenhäuser.
Außerdem wirbt Holetschek für ein engeres Zusammenwirken von Pflegefachkräften, Familien und Menschen, die ehrenamtlich tätig sind. Die Kommunen spielten hierbei eine wichtige Rolle. Überfällig sei zudem die Rückzahlung der Corona-Kosten an die Pflegekassen. Über Peanuts rede man hier nicht – es gehe immerhin um eine Summe zwischen fünf und sechs Milliarden Euro.
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