Die Bundesbürger nehmen besonders viel Zucker über Getränke zu sich – laut Verbraucherorganisation foodwatch sind es knapp 26 Gramm pro Kopf und Tag. Die Zahlen schaffen ein weiteres Argument für die Einführung einer Zuckersteuer.
Seit 2011 regelt das AMNOG-Verfahren die Preisgestaltung für neue, patentgeschützte Arzneimittel. Die Debatte darüber ist mitunter recht abstrakt. Genauer betrachtet sei sie aber hochrelevant – auch für Ärztinnen und Ärzte, so vfa-Experte Dr. Andrej Rasch.
Erst 30 Jahre jung und schon Pflegegrad 5: Die soziale Pflegeversicherung muss dringend grundsaniert werden. Für Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kommt die Aufgabe der berühmten Quadratur des Kreises gleich.
dagnä-Geschäftsführer Dorian Doumit spricht im Interview mit der Ärzte Zeitung über Erfolge bei der Eindämmung von Aids, neue und wirksame Therapeutika bei HIV – und warum es sich dennoch um eine dauerhafte Gesundheitsaufgabe handelt.
Rückblick und Ausblick: Zwölf Spitzenvertreter aus Verbänden, Kassen, Kliniken, Pflege, Pharma und Medtech ziehen Bilanz für die Ärzte Zeitung. Was hat 2025 überrascht, wie schlägt sich die Koalition – und was sind die Top-Themen für 2026?
Der GKV-Spitzenverband reicht im Auftrag einzelner Krankenkassen Klagen gegen die „unzureichende Finanzierung der Gesundheitsversorgung von Bürgergeldbeziehenden“ ein. Es geht um ganz Grundsätzliches – und um viel Geld.
Oliver Blatt hat als neuer Chef des GKV-Spitzenverbandes viele Themen auf dem Tisch: Außer der desaströsen Finanzlage der Krankenkassen spricht er im Interview auch über Patienentensteuerung – und warum er die nicht allein bei Ärzten sieht.
Die soziale Pflegeversicherung braucht eine Auffrischung. Sozialverbände und Gewerkschaften pochen auf die Umwandlung in eine Vollversicherung. Andere wollen mehr private Vorsorge. Und wie entscheidet die Politik?
Der Schätzerkreis prognostiziert für 2026 einen Zusatzbeitrag in der GKV von 2,9 Prozent. SBK-Chefin Gertrud Demmler ordnet die Zahl im Gespräch mit der Ärzte Zeitung ein – und nimmt Stellung zu den Ad-hoc-Sparmaßnahmen der Koalition.
Die gesetzliche Pflegeversicherung, jüngster Spross des hiesigen Sozialstaats, ist angeschlagen. Bund und Länder suchen Lösungen – eine Arbeitsgruppe hat erste Zwischenergebnisse vorgelegt. Folgt bald der große Wurf?
Ein Primärversorgungssystem ist überfällig, sagt der frühere Gesundheits-Sachverständige Ferdinand Gerlach im Interview mit der Ärzte Zeitung. Damit das Angebot funktioniere, sei aber an ein paar Stellschrauben zu drehen.
KBV und GKV-Spitzenverband haben sich auf eine Neufassung der hausärztlichen Vorhaltepauschale geeinigt. Diabetologische Schwerpunktpraxen atmen auf. Zu den befürchteten Abschlägen kommt es nicht. Jetzt richtet sich der Blick auf eine weitere Pauschale.
Der Präsident des Arbeitgeberverbands Pflege, Thomas Greiner, fordert im Interview mit der Ärzte Zeitung für private Pflegeunternehmen mehr Spielraum und weniger Bürokratie. Warum er für mehr „Kostenehrlichkeit“ plädiert – und was das alles mit den „Star Wars“-Filmen zu tun hat.
Die Regierung macht Milliarden Euro für Krankenhäuser locker – und verteilt sie großzügig mit der Gießkanne. Was ist mit der ambulanten ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung?
Der Staat müsse Ausgaben von AOK, TK & Co. für sogenannte beitragsfremde Leistungen endlich kompensieren, fordern Krankenkassen und Ärzte. Das überzeugt nicht alle – auch den Bundeskanzler nicht. Warum das?
Überfüllte Ambulanzen, gestresste Ärzte, hohe Kosten: Die Notfallversorgung gehört zügig reformiert, sagt der Hamburger Gesundheitsökonom Jonas Schreyögg. Auf den Gesetzentwurf der Ampel lasse sich aufbauen – mit einer Ausnahme.
Nach bis zu 40 Grad atmet Deutschland durch. Die nächste Hitzewelle aber kommt bestimmt. Die Politik setzt auf Aktionspläne. Hausärzte fragen derweil, wie es um ein womöglich probates Kühlungsmittel steht.
Die Pflegeversicherung ist Sozialstaat pur. Heute, 30 Jahre nach ihrer Einführung, türmen sich die Probleme meterhoch. Reformoptionen gibt es. Aber traut sich die Politik auch an schmerzhafte Umbauten heran?
Bund und Länder beraten derzeit über den Fortgang der Klinikreform. Der Diabetologe Christian Klepzig aus Hessen hat der Ärzte Zeitung erzählt, was ihn an dem Reformgesetz stört – und worauf er hofft.
Im Januar 1995 wurde die soziale Pflegeversicherung eingeführt. Thorsten Schumacher war damals beratend bei einer Krankenkasse tätig. Im Gespräch mit der Ärzte Zeitung schaut er zurück – und wagt einen Ausblick.
Die Koalition will die Kliniken mit vier Milliarden Euro Soforthilfe stützen. Das tue not, es drohten aber auch Mittel in nicht zukunftsfähige Strukturen zu fließen, sagt der Mitautor des Krankenhaus Rating Reports Boris Augurzky im Interview mit der Ärzte Zeitung – und formuliert einen Lösungsvorschlag.
Kaum Steuerung, fehlende Hausärzte, marode Kliniken: Die Autoren des Krankenhaus Rating Reports 2025 sprechen mit Blick auf das Gesundheitswesen von einem „Tal der Tränen“. Auswege gibt es dennoch.
Die Klinikreform ist zurück auf der politischen Bühne. Gesundheitsministerin Warken will an den Zielen der Reform festhalten und das Gesetz zugleich nachbessern. Die Länder haben ihre Pfähle dafür längst metertief eingerammt.
Den Kranken- und Pflegekassen laufen die Ausgaben davon. Sachverständige zeigen sich ob der Preisentwicklung bei neuen Arzneimitteln alarmiert und fordern Konsequenzen. Gesundheitsministerin Warken kommt in der harten Wirklichkeit an.
Union und SPD wollen ein verbindliches Primärarztsystem einführen. Ein solches Angebot habe Vor- und Nachteile, sagt der Münchner Gesundheitsökonom Andreas Beivers – er rät, den Rahmen größer zu ziehen.
Rente, Pflege, Gesundheit: Die Sozialversicherungen in Deutschland rutschen in die demografische Schieflage. Das verlangt ein Machtwort von Kanzler Friedrich Merz.
Das ambulante ärztliche System krankt vor allem an einem Terminproblem, sagt der Chef des Gesundheits-ThinkTanks „BrückenKöpfe“ Jürgen Graalmann. Einen Vorschlag, wie sich das Problem lösen lässt, macht der frühere Kassenmanager auch.
Nina Warken ist neue Bundesgesundheitsministerin. Dass die Juristin bislang nicht auf diesem Terrain unterwegs war, muss kein Nachteil sein. Prominente Vorgänger im Amt zeigen warum.
Der Koalitionsvertrag wartet mit vielen Vorhaben und Plänen für die Zukunft auf, auch die der Versorgung durch Ärzte und Pflegekräfte. Am Ende braucht es den Praxistest – im wahrsten Sinne des Wortes.
Na endlich, möchte man den Verantwortlichen zurufen: Es ist höchste Zeit für das Projekt ePA in ganz Deutschland. Doch vor allen Beteiligten, nicht nur den Praxen, liegt noch viel Arbeit.