Personalkarussell
Neue Gesundheits-Staatssekretärin: Christiane Schenderlein löst Tino Sorge ab
Noch eine Überraschung: Die Sport-Staatsministerin im Kanzleramt, Christiane Schenderlein, wird Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium. Die CDU-Politikerin löst Tino Sorge ab.
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Gesundheit statt Sport: Die bisherige Sport-Staatsministerin im Kanzleramt, Christiane Schenderlein wird neue Parlamentarische Staatssekretärin im BMG. (Archivbild)
© Kay Nietfeld/dpa
Berlin. Der Personalaustausch und Personalumtausch in der Bundesregierung geht munter weiter: Die Sport-Staatsministerin im Kanzleramt, Christiane Schenderlein, soll Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium werden und dort Tino Sorge (beide CDU) ablösen.
Die Personalie gab Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach einer CDU-Präsidiumssitzung am Montagmittag bekannt. Schenderleins Nachfolge im Kanzleramt ist noch nicht geklärt. Dass die aus Weißenfels in Sachsen stammende Schenderlein nicht im Kanzleramt bleiben soll, ist seit mehreren Tagen bekannt. Darüber gab es massiven Unmut in den ostdeutschen Landesverbänden.
Gesundheitspolitische Newcomerin
Schenderlein steht damit dem designierten Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) zur Seite, der auf Nina Warken (CDU) folgt. Wie Linnemann verfügt auch Schenderlein über kein ausgewiesenes gesundheitspolitisches Profil. Die Berufung Linnemanns als Gesundheitsminister wird im politischen Berlin als durchaus überraschend angesehen.
Tino Sorge, der den Stuhl des Staatssekretärs im BMG räumen muss, gilt dagegen als ausgewiesener gesundheits- und pflegepolitischer Kenner. Schon nach der Bundestagswahl 2025 wurde er als Bundesgesundheitsminister und Nachfolger von Karl Lauterbach (SPD) gehandelt. Tatsächlich wurde Warken in das Amt berufen – wie Linnemann und Schenderlein weitgehend eine gesundheitspolitische Newcomerin.
Warken-Nachfolger im Porträt
Carsten Linnemann: Volkswirt mit Ambitionen, aber ohne gesundheitspolitisches Profil
In einem seiner ersten Interviews sagte Linnemann der „Bild“-Zeitung am Wochenende, er habe großen Respekt vor der neuen Aufgabe. Er wisse, dass er sich tiefer werde einarbeiten müssen. Zudem wiederholte er die Forderung, die Zahl der Krankenkassen zu senken. Für deren Reduzierung setze er sich „ja seit Langem ein“.
Bei Kassenvertretern löst der Neue an der Spitze des BMG damit naturgemäß keine Begeisterung aus. Die Vorständin des BKK Dachverbands, Anne Kathrin Klemm, hatte vergangene Woche erklärt, sie hoffe, dass Linnemann „in seiner neuen Rolle eine Neubewertung vornimmt und erkennt, dass nicht die Anzahl der Krankenkassen das Problem ist, sondern explodierende Ausgaben und strukturelle Fehlentwicklungen im Gesundheitssystem“. (dpa/hom)







