Direkt zum Inhaltsbereich

Stigmatisierung entgegenwirken

Hausärztinnen und Hausärtzte sollten offener psychische Erkrankungen ansprechen

Die Präsidentin der Bremer Ärztekammer, Christina Hillebrecht, plädiert anlässlich des Welttages der psychischen Gesundheit am 10. Oktober dafür, der Stigmatisierung seelischer Belastungen entschlossener entgegenzuwirken.

Veröffentlicht:

Bremen. Hausärztinnen und Hausärzten kommt bei der Erkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen eine besondere Rolle zu. Das betonte die Präsidentin der Bremer Ärztekammer (ÄKHB), Christina Hillebrecht, anlässlich des Welttages der psychischen Gesundheit am 10. Oktober.

Hausärztinnen und Hausärzte seien oft die erste Anlaufstelle bei psychischen Beschwerden, sie können Symptome einordnen und weitere fachärztliche oder psychotherapeutische Unterstützung vermitteln, so die ÄKHB.

„Psychische Erkrankungen sind behandelbar. Trotzdem hält die Angst vor Stigmatisierung viele Menschen davon ab, sich frühzeitig Hilfe zu suchen“, erklärte Hillebrecht. „Wir müssen psychische Erkrankungen als das betrachten, was sie sind: Erkrankungen, über die offen gesprochen werden darf. Ein offenes Gespräch kann der erste Schritt sein, um eine psychische Erkrankung zu erkennen und die passende Unterstützung zu finden. Wir sollten deshalb alles dafür tun, dass Menschen diesen Schritt ohne Angst und Vorurteile gehen können.“

Zukünftig sollen die Erfahrungen von Menschen mit eigener psychischer Erkrankung stärker in die Gestaltung von Versorgungsangeboten einbezogen werden. „Betroffene aus Selbsthilfegruppen oder runden Tischen sollen dazu mehr gehört werden, um zu erfahren, was sie brauchen“, sagte ein Sprecherin der Bremer Ärztekammer.

In Bremen fehlten Beschäftigte nach Zahlen der Krankenkasse DAK im Jahr 2025 durchschnittlich 20,1 Kalendertage. Auf psychische Erkrankungen entfielen 392 Fehltage je 100 Versicherte – 16 Prozent mehr als im Vorjahr. (cben)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Diskriminierung

Rassismus in der Hausarztpraxis: Warum Hinschauen die Versorgung verbessert

Oktober-Sitzung des CHMP

Neuer oraler GLP1-Agonist in den Startlöchern

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo Beyond Imaging

© Beyond

Beyond Imaging

KI-gestützte Prostata- und Kopf-MRT

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Diagnostic Results

© Diagnostic Results

Bioeksen

Molekulare PCR-Diagnostik am PoC

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie können Ärzte Einsamkeit erkennen und ansprechen, Professor Adli?

Lesetipps
Rote Beete Wurzel, rote Beete Würfel, rote Beete Scheiben und rote Beete Saft.

© Daniel Vincek / stock.adobe.com

Fallbericht

Eine fast fatale Gemüse-Überdosis

Ausgestreckte Hand gegenüber einer Impfspritze.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

Überprüft

5 Mythen übers Impfen im Faktencheck

Lipoprotein(a)-Partikel

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Cholesterin

Intensive LDL-Senkung bei hohem Lp(a): Warum das schwierig werden kann