Direkt zum Inhaltsbereich

VLK

Klinikärzte begrüßen Notfallversorgungsreform

Gemeinsame Triage der Patienten über einen Tresen hält Verband für den richtigen Weg.

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. Eine Reform der Notfallversorgung sei überfällig, meint der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK), der die Reformpläne von Bundesgesundheitsministers Jens Spahn begrüßt.

Bei immer chaotischeren Zuständen in den Notaufnahmen bestehe dringender Handlungsbedarf, die größtenteils vom Sachverständigenrat vorgeschlagenen, neuen Regelungen umzusetzen.

Die Übertragung des Sicherstellungsauftrages auf die Länder auch für die ambulante Notfallversorgung in der sprechstundenfreien Zeit sei nur konsequent, „nachdem die Kassenärztlichen Vereinigungen seit Jahren die Versorgung nicht leisten konnten“. So könne eine koordinierte Planung der Standorte durch die Länder erfolgen.

Eine gemeinsame Triage der Patienten über einen Tresen sei das Stichwort für die zukünftige Behandlung in neu zu gründenden integrierten Notfallzentren (INZ) an ausgewählten Kliniken.

Notfallpatienten nicht abweisen

Nicht akzeptabel findet der VLK dabei allerdings, dass man Kliniken ohne INZ in Zukunft Notfallleistungen nur noch zur Hälfte des sonst üblichen Satzes erstatten wolle.

Notfallpatienten abzuweisen, sei rechtlich nicht möglich und ethisch nicht vertretbar, erklärt der Verband. Deshalb dürften Rechnungen auch nicht gekürzt werden.

Die vorgesehene extrabudgetäre Bezahlung von Notfallleistungen durch die Kassen findet Anklang beim VLK.Teile der Reform lehnt Bayern hingegen entschieden ab. Dazu gehört insbesondere eine mögliche Grundgesetzänderung. „Für die Rettungsdienste sind die Länder und nicht der Bund zuständig“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch.

„Mit einer Änderung würde unverhältnismäßig in die vorhandenen bewährten Rettungsstrukturen eingegriffen – ohne konkret erkennbare Vorteile für alle Beteiligten.“ (ato/dpa)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Logo Digiteneers - Vertidisan

© Digitineers

Digitineers

Bei Schwindel – Vertidisan®: Die Therapie-App

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Doctolib

Doctolib

Mehr Service: KI-Assistenz rund um die Privatbehandlung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Lesetipps
Sklerenikterus bei einem älteren Patienten

© Dr. P. Marazzi / Science Photo Library

Meist Adenokarzinome

Tipps zur Früherkennung: Warnzeichen für Pankreaskrebs erkennen

Symbolbild eines Darms mit einer Lupe

© kirania / Generated with AI / Stock.adobe.com

Wandel der postoperativen Therapie

Morbus Crohn: Biologika senken das Rezidivrisiko nach Darmresektion

Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?