Industrie

„Applaus“ für den gesunden Arbeitsplatz

Mit maßgeschneiderten Konzepten unterstützt die Bosch BKK ihr Trägerunternehmen beim betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Von Helmut Laschet Veröffentlicht: 02.12.2019, 07:04 Uhr
„Applaus“ für den gesunden Arbeitsplatz

Auch hier ist die richtige Bewegung wichtig: Produktion einer Hochdruckeinspritzpumpe bei Bosch in Stuttgart.

© picture alliance / Ulrich Baumgarten

Hinter dem einprägsamen Akronym „Applaus“ verbirgt sich ein Wortungetüm: „Arbeitsplatz-Prognose – Lernen, Anwenden, Umsetzen, Stabilisieren“. Im Mittelpunkt stehen individuelle Bewegungsabläufe und körperliche Belastungen, die Mitarbeiter der Robert Bosch AG tagtäglich bewältigen müssen.

Manche sind monoton und wiederkehrend, andere weisen Belastungsspitzen auf. Das gilt für Arbeiten in Fabrikhallen und Werkstätten genauso wie in den Büros.

Muskel- und Skeletterkrankungen sind ubiquitär und häufig, wie Eckhard Köhler vom betrieblichen Gesundheitsmanagement der Bosch BKK der „Ärzte Zeitung“ erklärt.

Als Betriebskrankenkasse nutzt die BKK die Möglichkeiten der Marktforschung, um gezielte und individuelle Präventionsstrategien zu entwickeln.

Die Gesundheitsberichte des Unternehmens liefern ein detailliertes standort- und arbeitsplatzbezogenes Bild über die Arbeitsunfähigkeiten bei Bosch. Sie ermöglichen sogar Vergleiche mit den Auslandsstandorten.

Produktivitätsverzicht ist nötig

Weltweit werden regelmäßig Mitarbeiterbefragungen eingesetzt, die auch Items zur Gesundheit am Arbeitsplatz enthalten. Das liefert der Kasse wertvolle Informationen über berufsbezogene Gesundheitsprobleme und spezifische Strategien zur Bewältigung.

Allein 15 Mitarbeiter der Kasse, auf die wichtigsten Standorte verteilt, machen solche Analysen, identifizieren Risiken vor Ort, beraten zur Arbeitsplatzgestaltung, entwickeln und priorisieren Präventionsprogramme.

Zu diesen Programmen gehört „Applaus“. In dessen Mittelpunkt steht das Bewegungsverhalten am Arbeitsplatz.

Es ist ein sehr komplexes Programm, das den Betrieben abverlangt, vorübergehend auch auf Produktivität seiner Mitarbeiter zu verzichten, weil die Analyse der individuellen Arbeits- und Bewegungsabläufe und der dabei entstehenden riskanten Belastungen Zeit erfordern – ebenso wie das Training von Entspannungsübungen und schonenderen Bewegungsabläufen.

Im Schnitt seien etwa 16 Einsätze eines Trainers am Arbeitsplatz notwendig, um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen. Aufgrund der heterogenen Herausforderung, aber auch aus didaktischen Gründen arbeite das BGM mit großer Methodenvielfalt, betont Köhler.

Unterstützt werden die Mitarbeiter mit Broschüren und digitalen Angeboten, um eigenverantwortlich Fitnessübungen durchzuführen. Eines der Tools ist „Be fit per Klick“, dessen Inhalte zu 90 Prozent bewegungsorientiert sind und damit auf die Vorbeugung oder Bewältigung von Beschwerden des Muskel- und Skelettapparates abzielen.

Mehr zum Thema

Muskel und Skelett

Zahlen, Daten und Fakten

Ärzte und Pflege

Wie Patienten nicht zur „Last“ werden

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Antidepressiva vorsichtig absetzen

Entzug, Rezidiv, Rebound

Antidepressiva vorsichtig absetzen

Ultraschall kann manche Operation ersparen

Karpaltunnelsyndrom

Ultraschall kann manche Operation ersparen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden