Versorgungsforschung

Engpässe – die zeigen sich vor allem auf dem Land

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Die Versorgung auf dem Land braucht innovative Ansätze. Das zeigte sich beim AOK-Tag der Selbstverwaltung in Kiel. Nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage, die die AOK NORDWEST vorgestellt hat, sind es vor allem die Menschen in kleineren und mittleren Städten sowie Gemeinden in Schleswig-Holstein, die eine Verschlechterung der Versorgung mit Ärzten und Kliniken wahrnehmen. Dabei werden Angebote wie die mit Ärzten abgestimmte Betreuung durch speziell qualifizierte MFA von 84 Prozent der Bevölkerung befürwortet.

Die Nutzung von Videosprechstunden kann sich jeder Zweite (55 Prozent) vorstellen. „Das zeigt, dass Versorgungsangebote nicht gleichmäßig über die Landschaft zu verteilen sind, sondern Distanzen überwunden und Erreichbarkeit hergestellt werden müssen. In diesem Zusammenhang brauchen wir eine noch bessere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung“, so AOK NORDWEST-Chef Tom Ackermann.

Letzteres unterstrich auch Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg: „Kooperationen, Telematik und Künstliche Intelligenz, aber vor allem auch sektoren-verbindende Versorgungsformen und grundlegend überarbeitete Vergütungssysteme sind beispielhafte Bausteine zur Versorgungssicherung.“

Beispiele für innovative und sektoren-übergreifende Ansätze im Norden gibt es bereits, wie die AOK NORDWEST hinweist: Etwa die Virtuelle Diabetesambulanz für Kinder und Jugendliche, die elektronische Arztvisite in Pflegeheimen (elVi) oder die Versorgung AOK-Versicherter mit Wundheilungsstörungen oder chronischen Wunden. (eb)

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