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Durch Medikamentenkombi

Krankheitskontrolle ohne Chemotherapie bei M. Waldenström

M. Waldenström ist bisher nicht heilbar. Rituximab plus Ibrutinib haben aber in einer Studie 80 Prozent der Patienten stabilisiert.

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ULM. Hinweise auf die gute Wirkung einer neuen, chemotherapiefreien Medikamentenkombination mit Rituximab und Ibrutinib für die Therapie bei Morbus (M.) Waldenström haben Wissenschaftler vom Comprehensive Cancer Center Ulm und dem Universitätsklinikum Ulm für gefunden (N Engl J Med 2018, online 1. Juni).

Morbus Waldenström gehört zu den Lymphdrüsenkrebserkrankungen und zeichnet sich durch einen klinisch langsam fortschreitenden Verlauf aus, erinnert das Universitätsklinikum Ulm. Die Erkrankung sei derzeit nicht heilbar, sodass es das Ziel sei, durch eine nebenwirkungsarme Therapie eine möglichst lange Krankheitskontrolle zu erreichen.

Die neue Medikamentenkombination habe im Vergleich zur alleinigen Therapie mit Rituximab das Risiko für ein erneutes ein Fortschreiten des Lymphoms um 80 Prozent gesenkt. Der Antikörper Rituximab richtet sich dabei gegen eine Oberflächenstruktur auf den malignen Lymphomzellen, Ibrutinib blockiert dagegen in der Lymphomzelle ein entscheidendes Wachstumssignal, heißt es in der Mitteilung der Universitätsklinik.

"Für die Behandlung des Morbus Waldenströms sind die Studienergebnisse ein weiterer großer Fortschritt, besonders da auch Patienten hervorragend ansprechen, die prognostisch ungünstige, das Lymphomwachstum fördernde Genveränderungen tragen. Diese Patienten zeigten bislang unter alleiniger Ibrutinib-Therapie nur ein unzureichendes Ansprechen", wird Professor Christian Buske, Ärztlicher Direktor am Comprehensive Cancer Center Ulm und Leiter des Instituts für Experimentelle Tumorforschung, in der Mitteilung zitiert.

"Zudem zeigen die Daten auch, dass wir beim Morbus Waldenström mit großer Wahrscheinlichkeit bald auf die klassische Chemotherapie verzichten können", so Buske weiter.

Die neue Therapie, für die derzeit eine Zulassung in den USA beantragt werde, sei in einer Studie getestet worden. Ergebnis: 82 Prozent der Patienten, die mit der Medikamentenkombination Ibrutinib und Rituximab behandelt wurden, hätten nach drei Jahren keine Tumorprogression gehabt, während es bei Patienten mit Rituximab allein lediglich 28 Prozent waren.

An der randomisierten Studie nahmen 150 therapiebedürftige Patienten mit Morbus Waldenström teil, die zum Teil erstmalig diagnostiziert und nicht vorbehandelt waren oder einen Rückfall Ihrer Erkrankung nach Therapie erlitten hatten. Die Patienten seien weltweit rekrutiert worden, berichtet das Uniklinikum. (eb)

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