Berufspolitik

Job macht häufiger krank

BERLIN (dpa). Ihr Job macht immer mehr Menschen in Deutschland krank, aber die Zahl der Arbeitsunfälle ist im vergangenen Jahr gesunken.

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Während 2010 gut 954.400 Unfälle gemeldet wurden, waren es 2011 noch rund 919.000. Das teilte die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin am Montag mit.

Demnach sank die Quote von 25,8 Unfällen pro 1000 Arbeitnehmern im Jahr 2010 auf zuletzt 24,5 Unfälle pro 1000 Beschäftigten.

Dagegen stiegen die Zahlen der bestätigten Berufskrankheiten und der Menschen, die in Folge einer solchen Krankheit starben. 2011 waren bei der Gesetzlichen Unfallversicherung etwa 37,5 Millionen abhängig Beschäftigte registriert.

Die Entwicklung bei den Arbeitsunfällen bewertete DGUV-Hauptgeschäftsführer Joachim Breuer als positiv.

"Zum einen sind niedrige Unfallrisiken eine gute Voraussetzung, um die Beitragsbelastung der Wirtschaft auch zukünftig gering zu halten", erklärte er laut Mitteilung.

"Zum anderen zeigen wissenschaftliche Studien, dass Unternehmen direkt von Investitionen in den Arbeitsschutz profitieren - zum Beispiel durch geringere Ausfallzeiten oder weniger unfallbedingte Betriebsstörungen."

Die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen stellten im Vorjahr bei gut 34.500 Menschen eine Berufskrankheit fest. Das waren rund 3300 mehr als 2010.

Die Zahl der Todesfälle in Folge einer Berufskrankheit stieg leicht von 2486 auf 2548. Die meisten dieser Erkrankungen mit Todesfolge wurden den Angaben zufolge von anorganischen Stäuben - vor allem Asbest - ausgelöst.

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