AOK Pro Dialog

Arztnavi: Mehr als 2000 Ärzte nutzen den Arztbereich

Täglich hat die Internetseite des Arztnavi von AOK, BARMER GEK und Weisse Liste bis zu 20.000 Besucher. Das ist ein Ansporn für Ärzte, ihre Praxis dort zu präsentieren. Mehr als 2000 Ärzte nutzen inzwischen den persönlichen Arztbereich und laden zum Beispiel Fotos hoch.

Veröffentlicht:
Für Ärzte lohnt sich ein Blick ins Portal: Der persönliche Arztbereich bietet viele Funktionen.

Für Ärzte lohnt sich ein Blick ins Portal: Der persönliche Arztbereich bietet viele Funktionen.

© D. Bonardelle / fotolia.com

BERLIN. Mehr als 2000 Ärzte haben sich bereits seit Veröffentlichung der Online-Arztsuche von AOK, BARMER GEK und Weisse Liste im Mai dieses Jahres im Portal registriert.

Sie haben zum Beispiel Fotos ihrer Praxis hochgeladen oder eine Benachrichtigung über neu eingehende Beurteilungen abonniert. Auch die Kommentierung von Beurteilungen ist über den persönlichen Arztbereich möglich. Die Kommentare sind dann für die Nutzer der Arztsuche sichtbar.

 "Wir freuen uns über die Resonanz. Viele Ärzte haben zudem ein Wartezimmerplakat bei uns angefordert, um ihre Patienten auf das Projekt aufmerksam zu machen", sagt Kai Kolpatzik, Projektleiter bei der AOK.

Ärzte erhielten durch das Portal nicht nur wertvolle Hinweise für ihr Qualitätsmanagement, sie könnten es zudem für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Portal wird kontinuierlich weiterentwickelt

Registrierung für den Arztbereich

So funktioniert die Registrierung für den persönlichen Arztbereich:

Gehen Sie auf die Startseite der Arztsuche und wählen Sie die "Suche nach Namen"

Nach Eingabe Ihres Nachnamens und Ihrer Postleitzahl erscheint eine Ergebnisliste.

Wenn Sie auf der Ergebnisliste Ihren Namen anklicken, gelangen Sie zu Ihrem Detailprofil.

Auf der rechten Seite findet sich der Link zum Arztbereich.

Denn: Die Arztsuche wird von den Patienten angenommen. Das Portal verzeichnet jeden Tag bis zu 20.000 Besuche; die Initiatoren sind sich sicher, dass sie noch in diesem Jahr die Schwelle von 100.000 Beurteilungen überschreiten.

In den Pilotregionen Berlin, Hamburg und Thüringen sind bereits mehr als 70 Prozent der Ärzte beurteilt worden. In Thüringen liegen für etwa die Hälfte aller Hausärzte mehr als zehn Beurteilungen vor.

"Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis dieser Stand bundesweit flächendeckend erreicht ist - vor allem wegen der Schwelle von zehn Beurteilungen pro Arzt, die sich die Projektpartner für die Veröffentlichung der Ergebnisse gesetzt haben. Durch diese Grenze soll eine verzerrte Darstellung auf Basis von Einzelmeinungen verhindert werden", so Dr. Christian Graf, Projektleiter bei der BARMER GEK.

"Neue Qualität etablieren"

"Wir wollen nach und nach eine Arztsuche neuer Qualität etablieren", sagt Stefanie Hennig, Projektleiterin für die Arztsuche bei der Bertelsmann Stiftung. "Wir entwickeln das Portal kontinuierlich weiter - auch mit Blick auf seine Funktionen für Patienten und Ärzte", so Hennig.

Seit einigen Wochen gibt es eine neue Suchoption: Die Nutzer können über das Auswahlfeld "Suche nach Fachgebiet" jetzt auch gezielt nach Hausärzten suchen. Sie bekommen dann alle hausärztlich tätigen Allgemeinmediziner, Internisten und Pädiater in ihrer Region aufgelistet.

Darüber hinaus bekommen Nutzer in den Detailprofilen der gelisteten Ärzte nun auch Hinweise zu Gemeinschaftspraxen und Praxisgemeinschaften angezeigt. "So kann man erkennen, mit welchen Ärzten der jeweilige Mediziner in einer gemeinsamen Praxis tätig ist", so Hennig.

Zudem ist ab sofort erkennbar, wann die Daten für die jeweilige Arztpraxis das letzte Mal aktualisiert worden sind. Quelle der Praxisangaben ist das Adressverzeichnis der Stiftung Gesundheit.

Korrekturen des eigenen Eintrags - zum Beispiel bei veralteten Angaben zu Sprechzeiten - können direkt über ein Formular im Portal mitgeteilt werden. Dafür ist keine Registrierung erforderlich.

Ab Anfang 2012: Beteiligung der Techniker Krankenkasse

Zurzeit können sich die Versicherten von AOK (unter www.aok-arztnavi.de) und der BARMER GEK (unter www.arztnavi.barmer-gek.de) an der Arztbewertung beteiligen. Diese beiden Krankenkassen kooperieren dabei mit der Weissen Liste (www.weisse-liste.de/arzt).

Ab Anfang 2012 beteiligt sich auch die Techniker Krankenkasse. Dann haben mehr als die Hälfte der gesetzlich versicherten Patienten die Möglichkeit, über das Portal ihre Ärzte zu beurteilen.

Der Fragebogen besteht aus etwa 30 Fragen. Er lässt sich in wenigen Minuten am Bildschirm ausfüllen, umfasst aber trotzdem alle wesentlichen Aspekte eines Arztbesuchs: Praxis und Personal, Arztkommunikation, Behandlung und schließlich den Gesamteindruck.

Die ersten Ergebnisse zeigen: Wird die Kommunikation des Arztes mit dem Patienten als gut beurteilt, ist die Zufriedenheit insgesamt hoch.

Die "Ärzte Zeitung" berichtet über die Online-Arztsuche als Medienpartner der AOK, BARMER GEK und des Projekts Weisse Liste.

Lesen Sie dazu auch: "Die Patienten sollen sich bei uns wohl fühlen"

Mehr zum Thema

Schlaganfall und Demenz

Medizinpreis Hufeland für bayrisches Präventionsnetz

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband

Praxiswissen Quickcheck

Krankenfahrt: Tipps für die Verordnung

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband

Podcast

AOK-Aufsichtsrat formuliert Erwartungen an die Ampel

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband
Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Frustration über die fehleranfällige Digitalisierung hat bei Ärztinnen und Ärzten im vergangenen Jahr zugenommen, zeigt das am Freitag veröffentlichte „Praxisbarometer Digitalisierung“ der KBV.

© baranq / stock.adobe.com

KBV-Praxisbarometer

Ärzte frustriert: Tägliche TI-Probleme in jeder fünften Praxis

Den Stempel Genesenenstatus gibt es in der Form nicht mehr: Jeder Bundesbürger muss nun wissen, dass der 15., der 28. oder der 90. Tag nach Impfung oder Erkrankung etwas am Status ändert.

© Torsten Sukrow/SULUPRESS.DE/picture alliance

Kommentar zur Corona-Bürokratie

Leben ist mehr als ein Antikörpertiter