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Forsa-Umfrage

Pflege bei Demenz belastet besonders

Sie fühlen sich körperlich und seelisch erschöpft. Eine Forsa-Umfrage deckt den hohen Belastungsgrad pflegender Angehöriger auf.

Veröffentlicht:

Berlin. Jeder vierte Angehörige, der pflegebedürftige Familienmitglieder zu Hause versorgt, fühlt sich durch die Pflege „hoch belastet“. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung hervor, die für den „Pflege-Report 2020“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) erstellt worden ist und zum Start des „Familiencoach Pflege“ veröffentlicht wurde.

Meinungsforscher der „Forsa“ haben im Auftrag des WIdO insgesamt 1106 pflegende Angehörige von Dezember 2019 bis Januar 2020 befragt. Basis war die sogenannte „Häusliche-Pflege-Skala“ (HPS), die unter anderem Fragen zu körperlicher Erschöpfung, Lebenszufriedenheit und psychischer Belastung umfasst.

Knapp 26 Prozent der befragten Pflegepersonen waren demnach „hoch belastet“. Bei 43 Prozent wurde eine mittlere Belastung festgestellt, bei knapp 31 Prozent der Pflegenden ist sie niedrig. Unter den Angehörigen, die Menschen mit Demenz versorgen, waren knapp 37 Prozent der Befragten „hoch belastet“.

„Die Befragungsergebnisse belegen, dass die Pflege eines Familienmitglieds für viele Angehörige sehr anstrengend ist – nicht nur körperlich, sondern auch seelisch“, sagt der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch. Hier biete der neue „Familiencoach Pflege“ der AOK eine niedrigschwellige und jederzeit nutzbare Unterstützung.

Auch die Deutsche Alzheimer Gesellschaft begrüßt das Angebot: „Der Familiencoach Pflege kann die persönliche Beratung sicher nicht ersetzen, aber er ist eine wertvolle und leicht nutzbare Hilfe für pflegende Angehörige in seelischen Nöten“, sagt Helga Schneider-Schelte von der Alzheimer Gesellschaft, die im Expertenbeirat an der Entwicklung des Online-Angebotes mitgewirkt hat. (wer)

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