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Virusinfektionen

Hepatitis-Fälle in Deutschland rückläufig

Seit 2024 gibt es einen Rückgang der Hepatitis-B- und Hepatitis-D-Fälle in Deutschland. Dieser Trend setzte sich im vergangenen Jahr fort.

Veröffentlicht:

Seit 2015 stiegen die gemeldeten Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Fälle in Deutschland an – 2015 wurde die Referenzdefinition erweitert. Dass es von Jahr zu Jahr immer mehr an der Robert Koch-Institut (RKI) übermittelte Fälle gab, änderte sich erst im Jahr 2024. Damals kam es erstmals wieder zu einem Rückgang der Fallzahlen. Dieser Trend setzte sich im Jahr 2025 fort, wie das RKI am Donnerstag, 16. Juli, mitteilte (Epidemiologisches Bulletin 29/2026).

Die Zahl der übermittelten Hepatitis-B-Fälle sank gegenüber dem Vorjahr um 22,5% (n= –5.082), die Zahl der Hepatitis-D-Fälle um 43% (n= –53).

Für das Jahr 2025 wurden insgesamt 17.547 Hepatitis-B-Fälle an das RKI gemäß Falldefinition und nach Referenzdefinition übermittelt. Dies entsprach einer bundesweiten Inzidenz von 21 gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einw. Von den übermittelten Fällen waren 782 als akut (4%), 7.627 als chronisch (43 %) und 9.138 als Stadium unbekannt (52 %) übermittelt.

Die Anzahl der übermittelten Hepatitis-D-Fälle liegt bei 69. Dies entspricht einer bundesweiten Inzidenz von 0,08 Infektionen pro 100.000 Einwohnern.

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Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind weiterhin überproportional von Hepatitis betroffen. Hierzu gehören insbesondere Menschen mit Migrationsgeschichte aus Ländern mit hoher Hepatitis-B-Prävalenz sowie Menschen, die Drogen injizieren.

Mit Blick auf die Bundesländer stellt sich heraus, dass Hepatitis-B-Infektionen besonders häufig in den Stadtstaaten auftreten (gerechnet auf 100.000 Einwohner), gefolgt von Bayern, Saarland und Rheinland-Pfalz. (schu)

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