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Sartan wirkt lang durch starke Rezeptorbindung

MÜNCHEN (Rö). Sartane sind eine besonders gut verträgliche Klasse von Antihypertensiva. Aus Sicht eines klinischen Pharmakologen ergeben sich aber durchaus Unterschiede zwischen den Substanzen, die Folgen für die Wirksamkeit der Therapie haben.

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Besonderheiten der Therapie mit Telmisartan hat Professor Rainer H. Böger bei der Hochdruckliga-Tagung in München erläutert. Ein Punkt dabei seien Unterschiede im Bindungsverhalten am Angiotensin-II-Rezeptor, erläuterte der Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Günstig für klinische Effekte sei es, wenn Substanzen stärker an den Rezeptor binden als Angiotensin II. Dies bedeutet, daß der Wirkstoff auch bei hohen Angiotensin-II-Spiegeln nicht aus der Bindung vom Rezeptor verdrängt wird. Dadurch kommt es zu einer langanhaltenden Wirkung.

Telmisartan gehört zu den Sartanen, die diese Eigenschaft haben, berichtete Böger auf dem Symposium des Unternehmens Bayer Healthcare, das Telmisartan als Kinzalmono® und Kinzalkomb® im Programm hat. Zudem habe Telmisartan noch weitere günstige Eigenschaften im Vergleich zu anderen Sartanen. Der Wirkstoff stimuliert die PPAR-gamma-Rezeptoren (Peroxisome Proliferator-Activitated Receptor). Das erhöhe die Insulinaktivität, ein Effekt der von Antidiabetika bekannt ist.

Zudem verbessere Telmisartan die endothelabhängige Vasodilatation. Dies hat der Pharmakologe in der TONI*-Studie mit Hypertonikern demonstriert. Jeweils zwölf Patienten wurden mit Telmisartan, mit Nisoldipin oder einer Kombination behandelt. Die Endothelfunktion wurde über die Vasodilatation in der Arteria brachialis mit hochauflösendem Ultraschall gemessen. Nur bei Patienten der beiden Gruppen, die mit Telmisartan behandelt wurden, war die Endothelfunktion verbessert.

*TONI: Telmisartan oder Nisoldipin

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