Krebs

Taxan-Kombi vor Op verkleinert Magen-Ca

LEIPZIG (scho). Die neoadjuvante Chemotherapie mit Epirubicin, Cisplatin und 5-Fluorouracil ist neuer Standard bei der Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenen Magenkarzinom. In einer Phase-II-Studie hat sich nun auch eine Kombination mit dem Taxan Docetaxel als vielversprechend herausgestellt.

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Die neoadjuvante - also der Operation vorgeschaltete - Chemotherapie beim lokal fortgeschrittenen Magenkarzinom verbessert die Überlebenschancen der Patienten. In einer britischen Phase-III-Studie wurde bei über 500 Patienten belegt, daß sich durch die Therapie mit Epirubicin, Cisplatin und 5-Fluorouracil die Tumormasse verringert. Mehr Patienten konnten kurativ operiert werden. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate betrug bei zusätzlicher Chemotherapie 36 Prozent, bei Patienten, die nur operiert wurden, nur 23 Prozent.

Die präoperative Chemotherapie gilt deshalb als neuer Standard in der Therapie beim lokal fortgeschrittenen Magenkarzinom, wie Privatdozent Florian Lordick von der TU München in Leipzig berichtet hat. Sie sollte bei allen Patienten im Stadium T3 (Infiltration der Serosa), Stadium T4 (Infiltration benachbarter Strukturen) oder bei Patienten mit Lymphknotenmetastasen gemacht werden. Das sagte Lordick auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie.

In einer Phase-II-Studie untersuchte Lordick die Ansprechrate einer präoperativen Therapie mit Docetaxel (Taxotere®), Cisplatin, Leucovorin und 5-Fluorouracil bei Patienten mit Magenkarzinom. 24 Patienten hatten ein lokal fortgeschrittenes Karzinom im Stadium T3 oder T4. 36 Patienten hatten Metastasen, so Lordick bei der von Sanofi-Aventis unterstützten Veranstaltung. Nach den RECIST-Kriterien (Response Evaluation Criteria in Solid Tumors) sprachen 50 Prozent der Patienten auf diese Therapie an, bei 43 Prozent kam es zu einer Tumorstabilisierung und bei 7 Prozent zur Tumorprogression.

Bei 23 der 24 Patienten mit lokal fortgeschrittenem Tumor wurde nach der Chemotherapie eine Resektion vorgenommen. Bei 20 Patienten wurde der Tumor im Gesunden reseziert, bei zwei Patienten waren die Resektionsränder mikroskopisch tumorinfiltriert, und lediglich bei einem Patienten ließ sich makroskopisch ein Resttumor nachweisen.

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