Der Skandal um gefälschte Wartelisten für Lebertransplantationen in Göttingen bringt immer neue Details ans Tageslicht: Jetzt gibt es erstmals Hinweise, dass Geld geflossen ist.
Mehr Hornhäute, weniger Herzklappen und Blutgefäße: Die Gewebespenden stehen oft im Schatten der Organspende. Offenbar liegt es auch daran, dass Hausärzte so wenig über das Thema reden.
Erst Göttingen, jetzt Regensburg: Der Organspende-Skandal zieht weitere Kreise. Jetzt muss der Direktor der chirurgischen Klinik in Regensburg vorläufig seinen Hut nehmen. Immer mehr stellt sich die Frage: Wie tief ist der Sumpf noch?
Alles nur Einzelfälle? Im Skandal um Transplantationen in Göttingen und Regensburg kommen immer neue Details ans Licht - etwa die Verquickung der beiden Ärzte. Jetzt kommt die Zeit der Ermittler.
Die Reform der Organspende ist seit heute in Kraft. Die Entscheidungslösung folgt im November. CSU-Politiker Singhammer will jedoch aufgrund des Skandals in Göttingen mehr Staatsaufsicht über Spenderorgane. BÄK-Chef Montgomery nennt diesen Vorschlag Unsinn.
Die manipulierten Wartelisten von Göttingen könnten zu einem der größten Medizinskandale der Republik werden. Nun gerät auch die Klinik zunehmend in die Kritik - und der Ruf nach einem Entzug der Approbation wird lauter.
Reichlich wurde geschummelt bei Lebertransplantationen - in Göttingen und Regensburg werden Dutzende Verdachtsfälle geprüft. In der Politik beginnt die Suche nach Lösungen.