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Berliner Medizinhistorisches Museum bekommt neue Leitung

Nachfolge für Thomas Schnalke: Die Österreicherin Monika Ankele wurde auf die Professur für Medizingeschichte und Medizinische Museologie der Charité berufen.

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Die Historikern Prof. Monika Ankele will das Museum als Schnittstelle zwischen Klinik und Öffentlichkeit stärken.

Die Historikern Prof. Monika Ankele will das Museum als Schnittstelle zwischen Klinik und Öffentlichkeit stärken.

© Artur Krutsch/Charité

Berlin. Monika Ankele hat zum 1. März die Professur für Medizingeschichte und Medizinische Museologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin übernommen. Wie die Charité berichtet, ist damit auch die Leitung des Berliner Medizinhistorischen Museums (BMM) an der Uniklinik verbunden. Ankele folgt auf Professor Thomas Schnalke, der die Professur seit 2000 innehatte und nun in den Ruhestand gegangen ist.

Die Historikerin war zuletzt Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Organisationseinheit Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizin der Medizinischen Universität Wien (Josephinum).

„Mein Ziel ist es, das Museum als Schnittstelle zwischen Klinik und Öffentlichkeit zu stärken und zu einem Haus weiterzuentwickeln, das sich für kritische Reflexionen durch Forscher:innen, Mediziner:innen, Künstler:innen, Studierende und die Zivilgesellschaft öffnet“, so die gebürtige Österreicherin. „Zudem werde ich in den Ausstellungen und der Forschung einen Schwerpunkt auf die Verbindungen zwischen Kunst und Medizin legen.“

Auch in Sachen Lehre hat die 45-Jährige klare Vorstellungen: Das Museum mit seinen medizinhistorischen Sammlungen und Ausstellungen biete einen idealen Ausgangspunkt für eine Lehre, die von den Objekten ausgehe und die sich, in Anlehnung an den Pathologen und Museumsgründer Rudolf Virchow, an einer Schulung des Sehens orientiere. „Ich möchte unter den Studierenden das Bewusstsein für die materielle Dimension der Medizin und die ihr eingeschriebenen kulturellen, sozialen und ethischen Aspekte schaffen.“

Ankele wurde 1978 in Wolfsberg, Österreich, geboren. Von 1997 bis 1999 studierte sie Geschichtswissenschaften und Kulturmanagement an der Karl-Franzens-Universität Graz. Ab 1999 setzte sie ihr Studium der Geschichte und einer Fächerkombination aus Kunstgeschichte, Theater-, Film- und Medienwissenschaften sowie Publizistik an der Universität Wien fort. 2008 promovierte sie am dortigen Institut für Geschichte. (eb)

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