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Proben-Analysen

Wird sich die Delta-Variante auch in Deutschland durchsetzen?

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Immer für Überraschungen gut: Bei SARS-CoV-2 müssen Forscher ständig mit neuen Virusvarianten rechnen.

Immer für Überraschungen gut: Bei SARS-CoV-2 müssen Forscher ständig mit neuen Virusvarianten rechnen.

© peterschreiber.media / stock.adobe.com

Berlin / London. Intensivmediziner rechnen damit, dass sich die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus in Deutschland durchsetzen wird. „Der große Unsicherheitsfaktor ist gerade die neue Mutation B.1.617.2, die noch ansteckender als die derzeit dominierende Variante B.1.1.7 sein soll. Schrittweise wird sich deshalb auch in den nächsten Wochen diese neue Mutation durchsetzen“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Professor Gernot Marx, der „Rheinischen Post“ (Samstag). Wenn die Menschen unvorsichtig würden, könnten die Infektionszahlen wieder hochschnellen. „Dann ist eine vierte Welle möglich“, warnte Marx. Die Intensivmedizin sei auf dieses Szenario aber vorbereitet.

Die Zahl der Infektionen mit der Delta-Variante nimmt derzeit in Großbritannien stark zu. Die zunächst in Indien entdeckte Variante des Coronavirus könnte laut vorläufigen Erkenntnissen der englischen Gesundheitsbehörde häufiger zu schwereren COVID-19-Erkrankungen führen. Einige Regionen zeigten einen Anstieg von Krankenhauseinlieferungen, allerdings ließe sich der nationale Trend noch nicht abschätzen, so die Behörde. Deutlichere Belege gibt es hingegen bereits dafür, dass die Delta-Variante wohl deutlich ansteckender ist als die Alpha-Variante.

Die Delta-Variante spielt in Deutschland nach Daten des Robert Koch-Instituts weiter eine untergeordnete Rolle. Ihr Anteil an untersuchten Proben aus der Woche vom 17. bis 23. Mai betrug 2,1 Prozent. Das geht aus einem RKI-Bericht vom Mittwochabend hervor. Es dominiert mit 93 Prozent die Alpha-Variante (B.1.1.7). (dpa)

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