Leistungssport

Doping kostet bis zu 15 Lebensjahre

Die Aufarbeitung von Dopingfällen in der DDR zeigt: Das Risiko fürs KHK-Erkrankungen und Krebs war bei gedopten Leistungssportlern deutlich erhöht.

Veröffentlicht:

SCHWERIN. Leistungssportler, die in Kindheit und Jugend in der DDR massiv Doping- und Schmerzmittel bekamen, haben nach Worten des Greifswalder Medizinprofessors Harald Freyberger ein deutlich höheres Risiko für eine Reihe von Krankheiten. So sei das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um das Vier- bis Fünffache erhöht, sagte Freyberger auf einer Tagung in Schwerin.

Auch für Krebs und Magen-Darm- Erkrankungen sei das Risiko für einst gedopte Sportler höher als in der Normalbevölkerung. Durch den enormen Leistungsdruck sowie Fälle von Misshandlung und Missbrauch gebe es zudem psychische Spätfolgen. Die Lebenserwartung von Dopingopfern sei um 12 bis 15 Jahre reduziert.

In einem Forschungsprojekt hat Freyberger gemeinsam mit dem Schweriner Psychologen Jochen-Friedrich Buhrmann und der ehemaligen Spitzensportlerin Ines Geipel die Folgen des DDR-Staatsdopings untersucht. (dpa)

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Quo vadis? Im Bundestag steht eine Orientierungsdebatte zum Thema allgemeine Corona-Impfpflicht an.

© Kay Nietfeld/dpa

Update

Orientierungsdebatte

Bundestag klopft das Thema allgemeine Impfpflicht ab

Die Moderna-Vakzine Spikevax® hatte in einer US-Studie im Vergleich mit dem BioNTech-Impfstoff Comirnaty® knapp die Nase vorn.

© Nicolas Economou / NurPhoto / picture alliance

Corona-Studien-Splitter

Studie: Spikevax® schützt wohl leicht besser als Comirnaty®