Im Fußball können Roboter noch nicht mithalten

DARMSTADT (dpa). Ob schnelleres Einkaufen im Supermarkt oder ein Autoradio, das die nächste Billig-Tankstelle nennt - auf dem Informatiktag 2006 in Darmstadt erhielten die Besucher diese Woche einen Einblick, wie künftig der Alltag mit elektronischen Hilfen aussehen könnte.

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Bill Gates, Gründer des Software-Konzerns Microsoft, soll sein Wohnzimmer mit dem Funksystem RFID (Radio Frequency Identification) ausgestattet haben.

"Er gibt Besuchern einen Chip in die Hand, auf dem persönliche Daten wie Namen oder Musikgeschmack gespeichert werden. Wenn die Gäste das Wohnzimmer betreten, werden sie mit ihrem Lieblingslied begrüßt", berichtet Rafael Bujotzek, Sprecher der Zentralveranstaltung der Fachhochschulen.

    Autoradio führt zur nächsten Tankstelle.
   

Die RFID-Chips sind auch in der Logistik zur Warenverfolgung oder im Einzelhandel einsetzbar. "Wenn Lebensmittel mit diesem Chip versehen werden, können sie an der Scannerkasse im Supermarkt erkannt werden und die Aufgaben der Kassierer übernehmen", sagt Michael Massoth, Professor an der Hochschule Darmstadt.

30 Aussteller aus der Industrie sowie von Fachhochschulen zeigen auf dem Informatiktag ihre neuen Produkte. Sonja Tappermann von der Fachhochschule Wiesbaden präsentierte ein intelligentes Autoradio.

"Das Radio weiß über das Navigationsgerät, wo ich mich gerade aufhalte. Es ist über eine Schnittstelle an das Internet angeschlossen", sagt sie. Auf Nachfrage ermittele das Radio das nächstgelegene Parkhaus, die nächste Tankstelle oder die mit dem preiswertesten Benzin.

Der größte Publikumsandrang herrschte im Roboterraum. Dort konnten Gäste gegen Roboter "Kahn" Fußball spielen. Dabei gewannen meist die menschlichen Herausforderer. Denn trotz aller Technik und eines 360-Grad-Kamerablicks hatte der Roboter dabei kaum Siegchancen, denn er ist recht langsam, hüftsteif - und äußerst kurzsichtig.

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