Niederlassung im Südwesten

Altpeter zieht positive Förderbilanz

Die Förderung zur Niederlassung in unterversorgten Gebieten Baden-Württembergs ist in den Augen von Gesundheitsministerin Katrin Altpeter gut angelaufen.

Veröffentlicht: 24.12.2012, 13:02 Uhr

STUTTGART. Baden-Württembergs Gesundheitsministerin Katrin Altpeter (SPD) zieht zum Jahreswechsel eine positive Zwischenbilanz der im Sommer gestarteten Förderprogramm für Landärzte.

Zum Jahresende lagen dem Ministerium nach eigenen Angaben Anträge und Anfragen aus über 20 Landkreisen vor, zehn Förderanträge mit einer Gesamtfördersumme von rund 200.000 Euro seien bereits bewilligt worden.

"Die Nachfrage nach unserem Programm zeigt, dass wir mit unserer Unterstützung genau den richtigen Weg eingeschlagen haben, um mehr Hausärzte in den ländlichen Raum zu holen", gab sich Altpeter am Freitag in Stuttgart zuversichtlich.

Bereits gefördert wurden laut Ministerium Niederlassungen in klassischen Einzelpraxen, aber auch neue Versorgungsformen wie etwa der Zusammenschluss von Zweigpraxen mehrerer Ärzte. Altpeter kündigte weiter an, dass 2013 voraussichtlich weitere Fördergebiete in das Programm aufgenommen werden könnten.

Ziel des Förderprogramms "Landärzte" sei die Sicherstellung der ambulanten hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum auch in Zukunft. Das Programm sei mit knapp zwei Millionen Euro ausgestattet und richte sich insbesondere an Fachärzte für Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendärzte sowie hausärztlich tätige Internisten.

Bis zu 30.000 Euro Landesförderung erhält ein Hausarzt, wenn er sich in Baden-Württemberg in einer unterversorgten ländlichen Gemeinde niederlässt. Die Höhe der Förderung richtet sich laut Ministerium danach, ob der Landarzt einen vollen oder nur einen partiellen Versorgungsauftrag übernehmen möchte.

Die genaue Summe ist zudem davon abhängig, wie ausgeprägt der Arztmangel in dem jeweiligen Fördergebiet ist, ob es also bereits heute akut zu Versorgungsengpässen kommt oder ein Arztmangel erst in absehbarer Zeit zu erwarten ist.

Es muss auch sichergestellt sein, dass in der Region Neuzulassungen von Hausärzten überhaupt zulässig sind.

Altpeter kündigte an, dass 2013 im Zuge der geänderten Bedarfsplanungsrichtlinie voraussichtlich zusätzliche Fördergebiete in das Programm aufgenommen werden.

Grundsätzlich sei die ambulante ärztliche Versorgung im Ländle nach wie vor gut, so die Ministerin. In den meisten Regionen herrsche rein rechnerisch Überversorgung.

Lediglich in Einzelfällen komme es im ländlichen Raum lokal begrenzt zu Versorgungsengpässen. Mit dem Förderprogramm für Landärzte steuere das Sozialministerium gezielt und frühzeitig gegen. (maw)

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