Früherer KZ-Arzt vor Verhaftung in Südamerika?

SANTIAGO DE CHILE (dpa) . Der weltweit meistgesuchte Nazi- Verbrecher, der ehemalige KZ-Arzt Aribert Heim, ist nach Informationen des Simon Wiesenthal-Zentrums von Augenzeugen während der vergangenen Wochen in Südamerika gesehen worden.

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Weltweit auf der Fahnungsliste: KZ-Arzt Aribert Heim.

Weltweit auf der Fahnungsliste: KZ-Arzt Aribert Heim.

© Foto: dpa

"Er sei gebrechlich, aber könne noch laufen", gab der Leiter des nach dem verstorbenen Nazi-Jäger Simon Wiesenthal benannten Zentrums in Jerusalem, Efraim Zuroff, in Buenos Aires Angaben eines nicht genannten Informanten wieder.

Das Wiesenthal-Zentrum hatte im November die "Operation: Letzte Möglichkeit" zum Aufspüren von Nazi-Verbrechern in Südamerika begonnen. Heim (94) steht auf der Liste der möglicherweise noch lebenden, weltweit gesuchten Nazi-Verbrecher an erster Stelle. Er soll als "Dr. Tod" im Konzentrationslager Mauthausen bei Linz während des Zweiten Weltkrieges hunderte Insassen durch Spritzen ins Herz oder bei "Operationen" ohne Betäubung getötet haben.

Heim galt als extrem grausam. Augenzeugen berichteten, er habe aus der gegerbten Haut eines Opfers einen Lampenschirm für den Lagerkommandanten herstellen lassen.

Der 1914 geborene Österreicher praktizierte nach dem Krieg in Baden-Baden als Frauenarzt und ist seit 1962 auf der Flucht. Gegen ihn besteht ein internationaler Haftbefehl.

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