Berufspolitik

Garg neuer Gesundheitsminister im Norden

KIEL (di). In Schleswig-Holstein fällt das Gesundheitsministerium an die FDP. Mit Dr. Heiner Garg soll ein ausgewiesener Fachmann das Ressort übernehmen.

Veröffentlicht:

Dies sickerte kurz vor Abschluss der Koalitionsgespräche zwischen CDU und Liberalen im Kieler Landeshaus durch. Fest steht offenbar, dass die FDP im Norden drei Ministerien bekommt. Neben Gesundheit, Arbeit und Soziales sind dies Bildung sowie Justiz. Garg war von Beginn an als einzige Personalie für das Gesundheitsressort gehandelt worden.

Dem Volkswirt wurden auch Ambitionen auf das Wirtschaftsressort nachgesagt, das nun aber an die CDU fällt und offensichtlich von Jost de Jager geführt werden soll. De Jager hatte als Staatssekretär im Wissenschaftsministerium eine tragende Rolle im Privatisierungsprozess des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein gespielt.

Garg ist neben seiner Vorgängerin Dr. Gitta Trauernicht (SPD) der bekannteste Gesundheitspolitiker im Norden. Er kennt sich detailliert mit den Problemen der niedergelassenen Ärzte aus und teilt in vielen Fragen deren Auffassungen. So gilt er etwa als entschiedener Gegner von MVZ, die von Kapitalgesellschaften geführt werden und damit selbstständig tätigen Ärzten die Existenz erschweren. In der Diskussion um die Honorare hatte Garg den Ärzten als einer der wenigen Politiker öffentlich den Rücken gestärkt und war von Beginn an für mehr regionale Spielräume bei der Honorargestaltung eingetreten.

Der 43-Jährige kam nach Studium und Promotion in seinem Heimatort Freiburg in den Norden. 1995 begann er als wissenschaftlicher Assistent der FDP-Landtagsfraktion, sich in der Gesundheitspolitik zu engagieren. Der ledige Politiker gibt Spanien, Papageien und Ski alpin als seine Hobbys an.

Mehr zum Thema

MB-Barometer offenbart

Ärztliche Weiterbildung in vielen deutschen Kliniken ein Fiasko!

Versorgung schwer psychisch kranker Patienten

KSVPsych-Richtlinie: Ein Anfang, aber mit großen Hürden

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
In vielen Kliniken bleibt kaum Zeit für die Weiterbildung, beklagen die jungen Ärzte.

© fizkes / stock.adobe.com

MB-Barometer offenbart

Ärztliche Weiterbildung in vielen deutschen Kliniken ein Fiasko!

Bayern-Spieler Joshua Kimmich beim Bundesligaspiel der Münchner gegen Hoffenheim.

© Sven Hoppe/dpa

Leitartikel

Kimmichs Impf-Bedenken und die Frage, wer was warum will