Generikaquote

Hausärzte schöpfen Einsparpotenziale aus

Verordnungsanalysen von IMS Health zeigen, dass die Verordnung von Generika weiter zugelegt hat.

Veröffentlicht:

FRANKFURT/MAIN. Vertragsärzte verordnen kostenbewusst, das gilt insbesondere für Hausärzte: Die Generikaquote, also der Anteil der GKV-Verordnungen im patentfreien Markt, ist von Juli 2013 bis Juni 2014 nochmals um einen Prozentpunkt auf nunmehr bundesweit 83 Prozent gestiegen.

Das zeigt eine Analyse des Beratungsunternehmens IMS Health für die "Ärzte Zeitung". Vergleichsweise selten setzen Vertragsärzte in Sachsen auf Generika (80 Prozent), mit 85 Prozent der Verordnungen im patentfreien Markt liegt Nordrhein vor Westfalen-Lippe (84 Prozent) an der Spitze.

Nimmt man die Fachgruppe der Hausärzte und hausärztlichen Internisten unter die Lupe, dann liegt die Generikaquote noch um mehrere Prozentpunkte höher: Wiederum verordnen Ärzte in Nordrhein (88 Prozent) und Westfalen-Lippe (87 Prozent) am häufigsten Generika.

Baden-Württemberg und Sachsen bilden mit jeweils 84 Prozent das Schlusslicht im Vergleich. Aber auch bei diesen Fachgruppen hat die ohnehin schon hohe Verordnungsquote im ersten Halbjahr 2014 nochmals im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt zugelegt.

Bemerkenswert ist dieser Trend, weil sich die hohen Verordnungszahlen als Konsequenz der starken Grippe- und Erkältungswelle aus dem ersten Halbjahr 2013 im Folgejahr nicht wiederholt haben, berichtet IMS Health.

Bei Hausärzten und hausärztlichen Internisten lag von Juli 2013 bis Juni 2014 die Zahl der verordneten Antitussiva und Expectorantien um 26 sowie 25 Prozent unter dem Wert des entsprechenden Zeitraums 2012/13.

Die Analyse von IMS Health zeigt für verordnungsstarke Wirkstoffe in Hausarztpraxen, dass beispielsweise Pantoprazol bei der Zahl der verordneten Packungen ein Plus von neun Prozent aufweist.

Bei Metamizol beträgt das Verordnungsplus im untersuchten Einjahreszeitraum (Juli 2012 bis Juni 2013 und Juli 2013 bis Juni 2014) zehn Prozent, bei Levothyroxin sogar 15 Prozent.

Getragen wurde diese Entwicklung auch durch die steigende Zahl von Wirkstoffen unter Rabattvertrag, so IMS Health. (fst)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Frühe Nutzenbewertung

Mangels geeigneter Studie: Kein Zusatznutzen für Avacopan

Glosse

Markenmedikamente

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Keine Modeerscheinung

ADHS im Erwachsenenalter: Das gilt für Diagnostik und Therapie

Lesetipps
Endoskopische Auffälligkeiten bei der Colitis ulcerosa

© Gastrolab / Science Photo Library

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa

 Shabnam Fahimi-Weber

© Jochen Tack

Einsatz im Kriegsgebiet

Essener HNO-Ärztin hilft Menschen im Iran via Telemedizin