Hessen: Zank zwischen Haus- und Fachärzten

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Turbulentes Wochenende für die KV in Hessen: Weil die Facharzte einen Antrag der Hausärzteschaft auf Förderung der Weiterbildung abgelehnt haben, ist es in der VV zum Eklat gekommen.

FRANKFURT (bee). Bei der Vertreterversammlung der KV Hessen hat es am vergangenen Wochenende einen handfesten Eklat gegeben.

In der - wie in der KV Hessen üblich - nicht öffentlichen Sitzung lehnten die Fachärzte und psychologischen Psychotherapeuten einen Antrag der Hausärzte auf finanzielle Förderung der hausärztlichen Weiterbildung ab und vertagten die Entscheidung.

Nach Auskunft des Hausärzteverbandes sind dies Mittel, die für das von der KBV und dem GKV-Spitzenverband eingerichtete Förderprogramm für Weiterbildungsstellen in der Allgemeinmedizin verwendet werden sollen.

Das bundesweite Programm sieht die Förderung von 5000 Stellen vor, in Hessen wären dies rund 300. Laut Hausärzteverband wurde dieses Kontingent bei weitem nicht ausgeschöpft.

Ende Juni ist Schluss - vorerst

Die Hausärzte hatten nach der Sitzung im März 2012 nun erneut einen Haushaltsantrag auf Freigabe von Mitteln in Höhe von 1,2 Millionen Euro gestellt. Dieser wurde nun von den Fachärzten abgelehnt.

Die im März genehmigten Mittel reichen nach Angaben des Hausärzteverbandes bis Juni. Da die Gelder frühestens bei der nächsten Vertreterversammlung Ende August freigegeben werden können, entstünde nun eine Finanzierungslücke für die Weiterbildungsstellen.

"Dies schafft Unsicherheiten für junge Ärzte", sagte Hausärztechef Dr. Dieter Conrad der "Ärzte Zeitung". Er und sein Verband sehen im Verhalten der Fachärzte einen Affront.

"Entweder sind wir eine KV oder wir sind keine gemeinsame KV", appellierte er an die fachärztlichen Vertreter. Der Vorstand bemühe sich nun, die Wogen zu glätten, so ein KV-Sprecher.

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