Kabinett steckt Millionen in neue Verkehrskonzepte für Alte

Bis 2060 wird jeder dritte Bundesbürger über 65 sein - Anlass für das Bundeskabinett, die Forschung zu intensivieren. Und zwar im Rahmen einer Agenda für ein langes und gesundes Leben.

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Eine alte Frau fährt Auto: Der demografische Wandel wird sich auch im Straßenverkehr bemerkbar machen. Das Bundeskabinett will dafür gerüstet sein.

Eine alte Frau fährt Auto: Der demografische Wandel wird sich auch im Straßenverkehr bemerkbar machen. Das Bundeskabinett will dafür gerüstet sein.

© Maximilian Boschi / panthermedia.net

BERLIN (wul). Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die "Forschungsagenda der Bundesregierung für den demografischen Wandel: Das Alter hat Zukunft" beschlossen.

"Wir wollen die Entwicklung von neuen Lösungen, Produkten und Dienstleistungen vorantreiben, um die Lebensqualität und die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen zu verbessern", sagte Annette Schavan (CDU), Bundesministerien für Bildung und Forschung, bei der Vorstellung der Agenda in Berlin.

Grundsatzfragen und Konzepte

Künftig sollen Forschungsprogramme der Bundesministerien konsequent auf Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels ausgerichtet werden.

Die Forschungsthemen reichen laut Schavan dabei von geistes- und sozialwissenschaftlichen Grundsatzfragen bis zu konkreten Kommunikations- und Verkehrskonzepten für ältere Menschen.

415 Millionen Euro für Umsetzung der Agenda

Auch Themen wie "Älter werden bei guter Gesundheit" sowie "Mit guter Pflege zu mehr Lebensqualität" stehen auf dem Programm.

Bis 2016 will das Bundesministerium für Bildung und Forschung nach eigenen Angaben bis zu 415 Millionen Euro für die Umsetzung der Agenda bereitstellen.

2060 ist jeder dritte Deutsche über 65

Nach den Modellberechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Bevölkerung in Deutschland von derzeit knapp 82 Millionen bis 2060 auf 65 bis 70 Millionen Menschen schrumpfen.

Zugleich werden die Menschen älter. Während heute 21 Prozent der Deutschen 65 Jahre oder älter sind, wird ihr Anteil bis 2030 auf etwa 29 Prozent und bis 2060 auf rund 34 Prozent steigen.

Die Forschungsagenda knüpfe, so die Bundesforschungsministerin, an den aktuellen Demografiebericht der Bundesregierung an und werde in die Demografiestudie der Bundesregierung einfließen, die im Frühjahr 2012 vorgestellt werden soll.

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