Direkt zum Inhaltsbereich

Grippewelle

Krankenstand durch Grippe auf Rekordhöhe gestiegen

Veröffentlicht:

NÜRNBERG. Die am Jahresanfang grassierende Grippewelle hat den Krankenstand der Beschäftigten in Deutschland auf einen neuen Höchststand steigen lassen. Im ersten Quartal sei der Anteil im Schnitt auf 5,5 Prozent gestiegen – das sei die höchste Krankenstandsquote seit 1996, berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Gemessen wurden die Erkrankungen am Monatsersten und anschließend gemittelt. Der aktuelle Wert übertrifft somit die schon recht hohe Quote des Vorjahresquartals — und zwar um 0,3 Prozentpunkte, berichtet die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit. Im Schnitt waren die 40,1 Millionen Arbeitnehmer in dem Quartal 3,4 Tage krank, das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als in den ersten drei Monaten 2017.

Nach Angaben von IAB-Forscher Enzo Weber ist seit Jahren ein leichter Anstieg beim Krankenstand in deutschen Betrieben festzustellen. Dies hänge auch mit dem gestiegenen Durchschnittsalter der Beschäftigten zusammen. Die gute Arbeitsmarktsituation spiele dabei ebenfalls eine gewisse Rolle. "In Zeiten der Massenarbeitslosigkeit hat sich der eine oder andere Arbeitnehmer noch krank zur Arbeit geschleppt", sagte Weber.

Leicht gestiegen ist demnach von Januar bis März die Zahl der bezahlten Überstunden. Mit im Schnitt 5,2 Stunden pro Beschäftigtem lag der Umfang der vergüteten Mehrarbeit im ersten Quartal um 0,2 Stunden höher als vor einem Jahr. Insgesamt leisteten die deutschen Beschäftigten in dem Dreimonats-Zeitraum 206,7 Millionen Überstunden. Die Zahl der unbezahlten Mehrarbeit pro Beschäftigtem blieb dagegen mit im Schnitt 5,9 Stunden konstant. Insgesamt wurden im ersten Quartal 236,7 Millionen Überstunden geleistet - rund fünf Millionen mehr als im ersten Quartal. Allerdings sei in der Zeit auch die Zahl der Erwerbstätigen gestiegen, gibt das IAB zu bedenken.(dpa)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Das GKV-Sparpaket und die Neinsager in der Koalition

Kommentar

Das Sparpaket als Hypothek für Nina Warkens Reformkurs

Beitragssatzstabilisierungsgesetz

GKV-Sparpaket: Bundesrat stimmt „mit Schmerzen“ zu

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kollegin gibt Tipps

So gelingt eine gute Arzt-Patienten-Beziehung

Lesetipps
Ein roter Stift liegt auf einem Blatt mit Zahlen.

© Wolfilser / stock.adobe.com

Änderungen im Überblick

So wirkt sich das GKV-Spargesetz auf Praxen aus

Ärztin untersucht einen Mann an der Schulter

© New Africa / stock.adobe.com

Betäubungsmittel richtig verordnen

Opioide in der Urlaubsvertretung: Wie sich Missbrauch vorbeugen lässt

Ein abgestorbenes Lungengewebe, aus dem zarte Pflänzchen wachsen.

© ❤ Nancyvoz68❤ / stock.adobe.com / Generated with AI

Lithiumtherapie aktiviert WNT-Signalweg

Regeneration der COPD-Lunge: Was ist da möglich?