Grippewelle

Krankenstand durch Grippe auf Rekordhöhe gestiegen

Veröffentlicht: 06.06.2018, 08:01 Uhr

NÜRNBERG. Die am Jahresanfang grassierende Grippewelle hat den Krankenstand der Beschäftigten in Deutschland auf einen neuen Höchststand steigen lassen. Im ersten Quartal sei der Anteil im Schnitt auf 5,5 Prozent gestiegen – das sei die höchste Krankenstandsquote seit 1996, berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Gemessen wurden die Erkrankungen am Monatsersten und anschließend gemittelt. Der aktuelle Wert übertrifft somit die schon recht hohe Quote des Vorjahresquartals — und zwar um 0,3 Prozentpunkte, berichtet die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit. Im Schnitt waren die 40,1 Millionen Arbeitnehmer in dem Quartal 3,4 Tage krank, das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als in den ersten drei Monaten 2017.

Nach Angaben von IAB-Forscher Enzo Weber ist seit Jahren ein leichter Anstieg beim Krankenstand in deutschen Betrieben festzustellen. Dies hänge auch mit dem gestiegenen Durchschnittsalter der Beschäftigten zusammen. Die gute Arbeitsmarktsituation spiele dabei ebenfalls eine gewisse Rolle. "In Zeiten der Massenarbeitslosigkeit hat sich der eine oder andere Arbeitnehmer noch krank zur Arbeit geschleppt", sagte Weber.

Leicht gestiegen ist demnach von Januar bis März die Zahl der bezahlten Überstunden. Mit im Schnitt 5,2 Stunden pro Beschäftigtem lag der Umfang der vergüteten Mehrarbeit im ersten Quartal um 0,2 Stunden höher als vor einem Jahr. Insgesamt leisteten die deutschen Beschäftigten in dem Dreimonats-Zeitraum 206,7 Millionen Überstunden. Die Zahl der unbezahlten Mehrarbeit pro Beschäftigtem blieb dagegen mit im Schnitt 5,9 Stunden konstant. Insgesamt wurden im ersten Quartal 236,7 Millionen Überstunden geleistet - rund fünf Millionen mehr als im ersten Quartal. Allerdings sei in der Zeit auch die Zahl der Erwerbstätigen gestiegen, gibt das IAB zu bedenken.(dpa)

Mehr zum Thema

Baden-Württemberg

Der Streit um Heilkunde bei Sanitätern ist vertagt

Konjunkturpaket

Milliarden-Finanzspritzen für ÖGD und Kliniken

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Milliarden-Finanzspritzen für ÖGD und Kliniken

Konjunkturpaket

Milliarden-Finanzspritzen für ÖGD und Kliniken

Milliarden-Gipfel für die Kindergesundheit

GAVI-Impfgipfel

Milliarden-Gipfel für die Kindergesundheit

Kinder-Versorgung steckt noch in den Kinderschuhen

Versorgungslücken

Kinder-Versorgung steckt noch in den Kinderschuhen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden