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Mehr Pflegelohn

Spahn will „Stützen unserer Gesellschaft“ honorieren

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Viele Pflegekräfte verdienen deutlich zu wenig, so Jens Spahn: Das sei nicht genug für diese anspruchsvolle Aufgabe.

Viele Pflegekräfte verdienen deutlich zu wenig, so Jens Spahn: Das sei nicht genug für diese anspruchsvolle Aufgabe.

© drubig-photo / stock.adobe.com

Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die gesetzlichen Weichenstellungen für höhere Löhne in der Pflege gerechtfertigt. „Gute Pflege verdient gute Bezahlung“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Viele Pflegekräfte gingen immer noch mit spürbar weniger als 2500 Euro im Monat nach Hause. Das sei zu wenig für diese anspruchsvolle Aufgabe. „Pflegekräfte gehören zu den Stützen unserer älter werdenden Gesellschaft. Das müssen wir honorieren – mit Worten und Taten“, betonte Spahn.

Der Bundestag hatte am späten Donnerstagabend einen Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für eine bessere Bezahlung beschlossen. Sie soll demnach über eine Tarifvereinbarung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern erreicht werden, die Heil dann für allgemein verbindlich erklären würde.

Als zweiter Weg könnten höhere Pflegemindestlöhne festgelegt werden – nicht nur für Hilfskräfte, sondern auch für Fachkräfte. Von privaten Altenpflege-Anbietern kommt massive Kritik an dem Vorgehen der großen Koalition.

Grüne in Sorge um Eigenanteil

Die Grünen dringen auf mehr Schutz der Pflegebedürftigen vor steigenden Eigenanteilen. „Wir wissen, dass eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals zu höheren Kosten führen werden“, sagte Grünen-Expertin Kordula Schulz-Asche der dpa.

Aktuell müssten sie allein von Pflegebedürftigen und Angehörigen getragen werden. „Wir wollen diese Menschen endlich entlasten und stärker unterstützen.“ Schulz-Asche warb für ein Konzept ihrer Fraktion, Eigenanteile zu senken und dauerhaft zu deckeln. „Die Bundesregierung hat dazu bislang keine Alternative“, kritisierte sie. (dpa)

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