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Suche nach Strategien für eine bessere ambulant-stationäre Kooperation

Ärztemangel, Qualitätsprobleme, zu wenig konkret formulierte Gesundheitsziele: Themen bei einem Forum von MSD in München.

Von Jürgen Stoschek Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Um die medizinische Versorgung der Bevölkerung auch in Zukunft auf einem gleich hohen Niveau sicherstellen zu können, werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums deutlich mehr Ärzte benötigt.

Der Mangel werde bereits in wenigen Jahren sichtbar werden, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium, Ulrike Flach, in München.

Datengrundlage soll verbessert werden

Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz reagiere die Regierung auf diese Entwicklung, sagte Flach beim 1. MSD-Forum Gesundheitspartner.

Ziel sei, die starren Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung einzureißen, die Bedarfsplanung zu regionalisieren und die Zusammenarbeit zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten zu verbessern, so Flach. Um die Versorgungsforschung zu stärken, solle die Datengrundlage verbessert werden.

"Kooperation statt Konfrontation"

Mit dem MSD-Forum Gesundheitspartner, zu dem Vertreter von Praxisnetzen und Kliniken, von KVen und Krankenkassen aus dem ganzen Bundesgebiet nach München gekommen waren, wolle sein Unternehmen Brücken bauen und das gegenseitige Verständnis fördern, sagte Hanspeter Quodt, Vorsitzender der Geschäftsführung der MSD Sharp & Dohme GmbH.

Die Veranstaltung stand unter dem Thema "Kooperation statt Konfrontation - Gemeinsam Gesundheitsversorgung gestalten".

Qualität müsse wieder sehr viel wichtigere Rolle spielen

Bei der Neuordnung der Gesundheitsversorgung müsse die Qualität eine sehr viel wichtigere Rolle als derzeit spielen, forderte der Gesundheitswissenschaftler Professor Franz Porzsolt von der Uni Ulm.

Eine der wesentlichen Bedingungen hierfür sei die Definition von Gesundheitszielen. Daran mangele es jedoch.

MSD-Gesundheitspreis mit 100.000 Euro datiert

Um die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen zu fördern, hat MSD jetzt den MSD-Gesundheitspreis ausgeschrieben, der mit insgesamt 100.000 Euro dotiert ist, und mit dem das Unternehmen konkrete Versorgungsprojekte unterstützen will, die in der Praxis zu einer nachhaltigen Verbesserung der medizinischen Behandlung und zu mehr Wirtschaftlichkeit führen.

Inhaltlich sollen Indikationen der großen Volks- und Infektionskrankheiten wie etwa Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauferkrankungen, Immunologie (Rheumatologie, Gastroenterologie), Onkologische Erkrankungen, Osteoporose, Schmerz (degenerative Gelenkerkrankungen), Virusinfektionen (Hepatitis C, HIV) aufgegriffen werden.

Bewerbungsunterlagen können bis 15. April 2012 an gesundheitspreis@msd.de geschickt werden.

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