Regierungsumbildung
Warken geht ins Kanzleramt, Linnemann soll Gesundheitsminister werden
Nach dem Rücktritt von Jens Spahn vom Unions-Fraktionsvorsitz nimmt die Regierungsumbildung Fahrt auf: Während Nina Warken an die Spitze des Kanzleramts wechseln soll, könnte Carsten Linnemann ihr Amt im Gesundheitsministerium übernehmen.
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Carsten Linnemann soll neuer Bundesgesundheitsminister werden und Nina Warken an die Spitze des Kanzleramtes wechseln.
© Fabian Sommer/dpa
Berlin. Die Umbildung an der Spitze der Bundesregierung wird konkret: Nach der bekanntgegebenen Neubesetzung des Fraktionsvorsitzes mit Thorsten Frei (CDU) sollen jetzt auch zentrale Kabinettsposten umbesetzt werden. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge neue Kanzleramtschefin werden und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann Gesundheitsminister.
Die „Bild“-Zeitung berichtete am Donnerstagabend zuerst unter Berufung auf Parteikreise, dass diese Entscheidung gefallen sei. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht. „Der Bundeskanzler wird die Personalentscheidungen bekanntgeben, wenn alle offenen Punkte geklärt sind“, hieß es aus dem Umfeld von Friedrich Merz.
Nach Spahn-Rücktritt
Spekulationen über Unions-Fraktionsvorsitz und warum auch der Name Warken fällt
Merz hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass Kanzleramtschef Frei als Nachfolger von Jens Spahn (CDU) an die Fraktionsspitze wechselt. Schon seit Dienstagabend war Warken als Nachfolgerin von Frei im Gespräch. Sie soll aber aus familiären Gründen zunächst mit ihrer Zusage gezögert haben.
Warken hatte sich durch die Verabschiedung des umstrittenen GKV-Sparpakets als eine der wesentlichen Sozialreformen rechtzeitig vor der Sommerpause für das neue Amt empfohlen. Sie wäre die erste Frau, die Kanzleramtschefin würde.
Spahn war als Unions-Fraktionschef im Bundestag zurückgetreten, nachdem er öffentlich gemacht hatte, dass er und sein Ehemann Daniel Funke mit Hilfe einer Leihmutter in den USA ein Kind bekommen hatten. Mit dem Rückzug reagierte er auf die scharfe Kritik auch innerhalb der Union an seinem Verhalten. In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer Linnemann als Parteimanager nachfolgen soll, gilt noch als offen. (dpa/gab)







