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Palliativmedizin im EBM

Weigeldt greift Kassen und KBV scharf an

Palliativleistungen bleiben Aufregerthema: Im Streit um die neuen EBM-Ziffern spielt der Hausärzte-Chef den Ball an die KBV zurück.

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BERLIN. Mit harschen Worten erneuert Hausärzte-Chef Ulrich Weigeldt seine Kritik an den neuen Palliativleistungen im EBM – und der Selbstverwaltung. Die Leistungen seien ein Beispiel für den anhaltenden "Versuch, die hausärztliche Versorgung Stück für Stück auszuhöhlen". Das schreibt der Chef des Hausärzteverbandes in einem am Montag versendeten Rundbrief an die Mitglieder.

Seit der Bewertungsausschuss am 25. Juli die acht neuen Palliativleistungen im EBM beschlossen hat, tobt ein offener Streit um diese (die "Ärzte Zeitung" berichtete). So warnte Weigeldt in einem Brief an GKV-Spitzenverband und KBV-Vorstand davor, dass Hausärzte durch künftig nötige "praxisferne" Zusatzqualifikationen aus der Palliativversorgung gedrängt würden. KBV-Vize Dr. Stephan Hofmeister wies diese Kritik scharf zurück.

Nun spielt Weigeldt den Ball zurück: "Kassen und KBV haben in den letzten Monaten immer wieder versucht, Hausärzte in ihren Kompetenzen zu beschneiden", kritisiert er in seinem Rundbrief. Ein Beispiel für den damit verbundenen "Entzug wichtiger Gelder" sei, dass NäPa-Mittel aufgrund "absurder bürokratischer Regelungen" nicht abgerufen werden können.

Weigeldt fordert als Konsequenz den Ausbau eigenständiger hausärztlicher Strukturen. (jk)

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