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Mecklenburg-Vorpommer

Akzeptanz bei Gewebespenden gestiegen

Die gemeinnützige Gesellschaft für Transplantationsmedizin Mecklenburg-Vorpommern zählt in ihrer aktuellen Statistik deutlich mehr potenzielle Gewebespender.

Veröffentlicht:

ROSTOCK. Über 2000 Patienten haben im vergangenen Jahr von Transplantaten profitiert, die aus den Gewebespenden der gemeinnützigen Gesellschaft für Transplantationsmedizin Mecklenburg-Vorpommern (GTMV) und der kooperierenden Rostocker Gewebebank hergestellt wurden.

Die GTMV verzeichnete im vergangenen Jahr insgesamt 2233 Spendermeldungen und damit fast 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nach ihrer Beobachtung ist die Akzeptanz in der Bevölkerung für Gewebespenden deutlich gestiegen.

Der ärztliche Geschäftsführer Dr. Axel Manecke führt den Anstieg auch auf eine gemeinsame Aufklärungsarbeit mit den Transplantationsbeauftragten in den derzeit 19 Partnerkrankenhäusern zurück.

Rund 1400 Gespräche mit Familienangehörigen führten die 22 GTMV-Mitarbeiter im vergangenen Jahr aufgrund der Spendermeldungen. Rund 43 Prozent der Angehörigen erteilten anschließend die Zustimmung zu einer Gewebeentnahme. Zusätzlich muss geprüft werden, ob die Spende aus medizinischen Gründen möglich ist.

Ein Viertel spendet schließlich

In 26 Prozent der Meldungen konnte die Gesellschaft schließlich eine Gewebeentnahme realisieren.

In der Gewebebank wurden im Jahr 2017 laut Mitteilung rund 1100 Augenhornhäute für die späteren Empfänger aufbereitet. Damit deckt die Rostocker Gewebebank nach eigenen Angaben rund zehn Prozent des deutschlandweiten Bedarfs an Augenhornhäuten ab. Die Gewebebank berichtet von langen Wartezeiten in diesem Bereich, außerdem müssen viele Transplantationszentren ihre Augenhornhäute aus dem Ausland beziehen.

Außerdem wurden aus 74 Knochenspenden mehr als 1050 Präparate entnommen, aus denen Einzeltransplantate etwa für den Wiederaufbau von Knochensubstanz gewonnen werden. Für kardiologische Patienten wurden aus den Spenden 202 Herzklappen und Blutgefäße entnommen. Die Entnahme von kardiovaskulärem Gewebe ist bis zu 36 Stunden nach Eintreten des Herz-Kreislaufstillstandes möglich.

Die GTMV gab außerdem bekannt, dass sie aufgrund der hohen Nachfrage in dieser Region in Leipzig einen zweiten Standort errichten wird. Am Leipziger Diakonissenkrankenhaus soll ein Entnahmeteam aufgebaut und dann zum Netzwerk erweitert werden. (di)

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