Immobilienmarkt

Grunderwerbsteuer verringert Zahlungsbereitschaft der Käufer

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MÜNCHEN. Wer sein Geld in Betongold anlegt, sollte dabei auch an den renditeschmälernden Effekt der Grunderwerbsteuer denken – und deshalb die bundesländerspezifischen Steuersätze im Auge behalten.

Das lässt sich als Schlussfolgerung aus einer Analyse ziehen, die das Münchener ifo Institut jetzt vorgelegt hat.

Danach „sind es vor allem die Verkäufer, die die Last der Steuer effektiv tragen“. Zwar sei die Steuer von den Erwerbern einer Immobilie zu entrichten. Dadurch verringere sich aber auch deren Zahlungsbereitschaft, was sich offenbar bei den Grundstücks-, Häuser- und Wohnungspreisen bemerkbar macht.

Und zwar um so stärker, „je kürzer die Haltedauer der Immobilie ist“, so ifo-Präsident Clemes Fuest. Denn „je öfter eine Immobilie den Besitzer wechselt, desto häufiger wird die Immobilie auch durch die Grunderwerbsteuer belastet“.

Für die Studie seien bundesweite Daten von rund 18 Millionen Wohnungen sowie Ein- und Mehrfamilienhäusern ausgewertet worden, die in den Jahren 2005 bis 2018 zum Verkauf angeboten wurden. Die Daten seien aus 140 unterschiedlichen Quellen zusammengetragen worden, etwa Immobilienportale und Zeitungen.

Seit 2006 können die Bundesländer die Höhe der Grunderwerbsteuer selbst festlegen. Zuvor galt ein bundeseinheitlicher Satz von 3,5 Prozent. Bis auf Bayern und Sachsen haben seither alle anderen Länder den Steuersatz – teils wiederholt – angehoben. In der Spitze liegt er aktuell bei 6,5 Prozent. (cw)

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