Ausbildung

Osteopathie in Ärztehand? Montgomerys Plädoyer

Neue Runde in der Diskussion über die Osteopathie. Die BÄK plädiert für Änderungen in der Ausbildung.

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BERLIN. Die Diskussion währt bereits lange: Noch 2016 wollte das Bundesgesundheitsministerium die Osteopathie-Ausbildung in die Physiotherapie integrieren. Im November hat es einen entsprechenden Änderungsantrag zum Dritten Pflegestärkungsgesetz aber zurückgezogen.

Nun bittet Professor Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), in einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, den Antrag noch in dieser Legislaturperiode erneut ins Parlament einzubringen.

"Es ist bedauerlich, dass diese wichtige Initiative am Widerstand einzelner Bundesländer gescheitert ist. Das Bundesgesundheitsministerium hat in dieser Frage weiterhin die volle Unterstützung der Ärzteschaft", stellte Montgomery klar.

"Die Osteopathie gehört zwingend in die Hände von qualifizierten Ärzten und Physiotherapeuten. Wer sich dem verweigert, spielt ohne Not mit der Gesundheit und Sicherheit von Patienten." Er forderte die Bundesländer auf, die Qualitätssicherung in der Anwendung osteopathischer Verfahren durch Verankerung in der Aus- und Weiterbildung der Physiotherapeuten zu ermöglichen.

Die Bedeutung osteopathischer Verfahren in der Versorgung habe zuletzt enorm zugenommen und werde weiter wachsen. In der ärztlichen Weiter- und Fortbildung lägen die entsprechenden Curricula – Manuelle Medizin sowie Osteopathische Verfahren – im Umfang von knapp 500 Stunden bereits seit etlichen Jahren vor.

Die Vertreter der Osteopathenseite begrüßten 2016 den Rückzieher des BMG: "Die Angliederung der Osteopathie an die Physiotherapie wäre ein Angriff auf die Patientensicherheit gewesen, hätte der Osteopathie in Deutschland massiven Schaden zugefügt und keine Lösung für die langjährig osteopathisch ausgebildeten Physiotherapeuten und die akademisch ausgebildeten Osteopathen dargestellt", hieß es vom Verband der Osteopathen Deutschlands. (maw)

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