Club of Rome

Rente mit 70, Zuckersteuer & Co?

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BERLIN. In ihrem neuen Bericht an den Club of Rome, den die Zukunftsforscher Jorgen Randers und Graeme Maxton am Dienstag in Berlin vorgestellt haben, schlagen sie eine schrittweise Anhebung der Erbschaftsteuer auf bis zu 100 Prozent, die Zahlung einer Prämie für Kinderlosigkeit und eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre vor.

Zu den von Randers und Maxton favorisierten Maßnahmen gehört auch die Erhebung höherer Steuern auf ungesunde Produkte und fossile Brennstoffe. Sie fordern eine Abkehr vom Freihandel, vom "unendlichen Konsum" und von der "marktradikalen Ideologie".

Die Präsidenten des Club of Rome, Ernst Ulrich von Weizsäcker und Anders Wijkman, sehen in dem Bericht "eine Vielzahl guter Ansätze".

Sie warnen: "Viel Zeit bleibt unserer Welt nicht mehr, um ihre Hochgeschwindigkeitsfahrt zu beenden!...Die Mauer kommt näher..."

Randers ist Vize-Generaldirektor der Naturschutzorganisation WWF International und einer der Autoren des Bestsellers "Die Grenzen des Wachstums" von 1972. Maxton ist Generalsekretär des Club of Rome, der sich für eine nachhaltige Entwicklung und den Schutz des Planeten einsetzt. (dpa)

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Kommentare
Wolfgang P. Bayerl 30.09.201620:15 Uhr

Das Fragezeichen ist mehr als berechtigt.

Wer kann diese Menschenfeinde nach ihren KATASTROPHALEN Fehlprognosen denn noch ernst nehmen?
Das gleiche gilt für den "Astrophysiker" Lesch und seinem ideologischen Klimaalarm,
der sich keinerlei Kritik stellt und Andersdenkende polemisch mit Taliban abqualifiziert statt mit Physik,
nach dem alt-römischen Motto:
"Mundus vult decipi, ergo decipiatur".
Nach AlGore, dem Nobelpreisträger, ist der Nordpol schon seit 2013 eisfrei, schon vergessen?
Das ist die Realität:
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@Christoph Luyken
1) es gibt keinen messbaren CO2-Treibhauseffekt
2) wärmer ist besser, kälter ist schlechter
das zeigt bereits die historische Vergangenheit.
Der Arzt weis, dass der Mensch im Winter stirbt, nicht im Sommer, auch in Spanien.
Hier wird destruktive Deindustrialisierung gepredigt!

Christoph Luyken 30.09.201614:37 Uhr

richtiger Ansatz, teils aber "inhumane" Vorschläge

Eine solche Erbschaftssteuer ist Diebstahl, eine Prämie für Kinderlosigkeit geschmacklos und eine Erhöhung des Rentenalters auf 70 Jahre ist zumindest in der jetzt noch realen Arbeitswelt nichts als Traumtänzerei.

Einzig sinnvoll an den konkreten Vorschlägen ist die Steuer auf Zucker u.a. ungesunde Produkte.

Vollkommen richtig ist die Foerderung nach einer "Abkehr vom Freihandel, vom "unendlichen Konsum" und von der marktradikalen Ideologie".
Die Menschheit muß die Dinge alle viel gelassener angehen und wieder lernen, sowohl ideelle Werte, aber auch die vorhandenen materiellen Dinge richtig wertzuschätzen! Letzteres heißt: Aufhören mit der Wegwerfmentalität, Produktkreisläufe und -recycling organisieren und wieder eine Reparaturkultur einführen!

Gut ist auch ein gestern von Prof. Lesch im ZDF ("Lanz") öffentlich geäußerter Vorschlag zur Einfühung ökologischer Feiertage, an denen weder produziert noch gereist werden darf (Autobahnfahrverbot). Solche Tage entlasten Klima, Natur und Rohstofverbrauch.

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