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Telekommunikation oder Öl: Hier gibt's attraktive Aktien

Regelmäßige Gewinne können Aktienanleger nicht erwarten. Doch einiges spricht dafür, jetzt in Aktien und nicht in Unternehmensanleihen zu investieren.

Von Jens Ehrhardt Veröffentlicht:

Die derzeit in der Presse kursierenden Zahlen zur jährlichen Neuverschuldung der öffentlichen Haushalte bewegen sich in teils drei- oder vierstelligen Milliarden-Euro-Größenordnungen. Wenn man diesen Zahlen den Gesamtwert deutscher Aktien in Höhe von 870 Milliarden Euro gegenüber stellt, gewinnt man den Eindruck, dass der Aktienanleger eine aussterbende Spezies ist.

Ein häufig vorgetragenes Manko dieser Anlageform ist, dass sie keine Aussicht auf regelmäßige Ausschüttungen bietet. Tatsächlich besteht bei der Aktie - im Gegensatz zur ausschüttenden festverzinslichen Anleihe - in der Regel kein rechtlicher Anspruch auf regelmäßige Geldflüsse. Die Praxis allerdings sieht durchaus anders aus: Die Dividendenrendite der Dax-Unternehmen beträgt aktuell immerhin rund 3,7 Prozent.

Dieser in Anbetracht der Wirtschaftskrise überraschend hohe Wert ist darauf zurückzuführen, dass Unternehmen die gesunkenen Gewinne zumindest zum Teil liquiditätsmäßig durch verringerte Investitionen kompensieren.

Im Vergleich zu den Dax-Aktien bringen langfristige Anleihen vergleichbarer Unternehmen nur unwesentlich höhere laufende Verzinsung. Bei nicht wenigen Firmen weisen die Aktien sogar eine höhere Dividendenrendite auf, als die Verzinsung der Anleihen desselben Unternehmens bietet. In diesen Fällen könnten die Firmen Fremdkapital aufnehmen - also Anleihen herausgeben -, mit dem eingenommenen Geld eigene Aktien zurückkaufen und aufgrund der höheren Dividendenzahlungen Gewinne verbuchen.

Keine Alternativen zu Aktien sind momentan bei den festverzinslichen Anlagen mit kurzen Laufzeiten zu finden. Ihre Jahresrendite tendiert in Richtung null Prozent.

Nach der schwachen Kursentwicklung von Dividendenpapieren in den ersten sieben Monaten des Jahres könnten Titel mit hohen Dividendenrenditen künftig wieder mehr gefragt sein. Interessante Dividendentitel sind unter anderem im Bereich der Versorger- und Telekommunikationsgesellschaften zu finden oder auch in der Ölindustrie.

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