Digitalisierung und Diabetes

VDBD fordert, digitale Angebote dauerhaft zu erstatten

Der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) appelliert, die Digital-Dynamik der Pandemie nicht im Sande verlaufen zu lassen.

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Berlin. Während der Corona-Pandemie bieten viele diabetologische Schwerpunktpraxen Videoschulungen und -beratungen an. Um die Versorgung von Diabetespatienten auch unabhängig der Pandemie sicherzustellen, fordert der Verband der Diabetes- Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) telemedizinische Beratungen und Schulungen dauerhaft zur Kassenleistung zu machen. Durch digitale Angebote ließen sich auch immobile oder berufstätige Patienten mit professionellen Schulungsangeboten gut erreichen, so der Berufsverband. Ihr Nutzen sei entsprechend hoch einzuschätzen.

Der VDBD stützt seine Forderung auf eine Umfrage im Rahmen des Digitalisierungs- und Technologiereports 2021. In der Umfrage gab rund ein Drittel der insgesamt 574 befragten Diabetesberater und -assistenten an, dass Videoschulungen bedeutsam in der Praxis seien. 60 Prozent zeigten sich sogar überzeugt, dass digitale Schulungsangebote in fünf Jahren essenziell sind für die Versorgung von Diabetikern.

Bislang fehlt es Berufsverband jedoch an klaren rechtlichen Rahmenbedingungen für die Etablierung digitaler Angebote. Zwar habe der Gemeinsame Bundesausschuss die im Rahmen der Disease Management Programme (DMP) verpflichtende Teilnahme an Gruppenschulungen während der COVID-19-Pandemie ausgesetzt und erst kürzlich den Beschluss verlängert. Bei einer Lösung auf Zeit dürfe es jedoch nicht bleiben, kritisiert der VDBD. „Die Umfrageergebnisse und die durchweg positiven Erfahrungen stützen unsere aktuelle Forderung, Video-Schulungen nicht nur in der Pandemie, sondern dauerhaft als Kassenleistung anzuerkennen“, wird VDBD-Vorsitzende Dr. Nicola Haller in einer Mitteilung zitiert. Es sei wichtig, die besondere Dynamik der Digitalisierung in der Diabetologie im Interesse der Patienten fürdie Zukunft zu nutzen. (mu)

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