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Jahreszahlen liegen vor

apoBank gibt beim Anlagegeschäft Gas

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank steht besser da als vor der Finanzkrise. Das zeigen die Jahreszahlen der Standesbank, die am Dienstag vorgelegt wurden.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

FRANKFURT/MAIN. Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase und hoher regulatorischer Anforderungen hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) auch im vergangenen Jahr wieder ihr Ergebnis verbessert.

Um sieben Prozent auf rund 337 Millionen Euro stieg nach den am Dienstag in Frankfurt am Main vorgelegten Jahreszahlen das operative Ergebnis vor Risikovorsorge, der Jahresüberschuss nahm um 15 Prozent auf 54 Millionen Euro zu (2013: 47 Millionen Euro).

Die harte Kernkapitalquote lag zum Jahresende bei 20,2 Prozent - im Bankenvergleich ein hoher Wert.

"Wir sind zurück zu alter Stärke - und mehr als das", äußerte sich Vorstandssprecher Herbert Pfennig vor der Presse. Die Bank stehe heute besser da als vor der Finanzkrise.

Zur Erinnerung: Ende des vergangenen Jahrzehnts war die Genossenschaftsbank mit der Finanzkrise aufgrund eines hohen Bestands von Risikopapieren heftig ins Trudeln geraten.

Hoher Marktanteil bei Heilberuflern

Bei selbstständigen Heilberuflern habe die Bank einen stabilen Marktanteil von mehr als 60 Prozent, sagte Pfennig. Zudem sei die Anzahl der Kunden nochmals um 9000 auf 382.000 gestiegen, die Anzahl der Mitglieder wuchs den Angaben zufolge von 104.092 auf 105.864 Genossen.

Sie sollen auf Vorschlag des Vorstandes an die Vertreterversammlung wieder eine Dividende von vier Prozent erhalten.

Nach Auskunft Pfennigs und seines Vorstandskollegen Dr. Thomas Siekmann hat die Niedrigzinsphase auch bei der apoBank Spuren hinterlassen.

Die Bank habe neue Kredite in Höhe von 5,2 Milliarden (2013: 5,6 Milliarden Euro) ausgegeben, es seien aber auch Kredite in Höhe von fünf Milliarden Euro getilgt worden, die Hälfte davon seien Sondertilgungen, so Pfennig - wenn Geldanlagen wenig abwerfen, dann sei die Tilgung von Krediten vergleichsweise attraktiv.

"Neuer Wachstumsmotor" für die apoBank ist derzeit vor allem das Anlagegeschäft. Der Provisionsüberschuss ist nach den vorgelegten Zahlen um 19 Prozent auf 123,5 Millionen Euro gestiegen - die starken Bemühungen der vergangenen Jahre tragen offenbar jetzt Früchte.

"Dieses Wachstum ist insbesondere vor dem Hintergrund wichtig, dass sich die Zinslandschaft nicht so schnell wieder normalisieren wird", so Pfennig. Auch in den Segmenten Vermögensverwaltung und Private Banking habe es deutliche Zuwächse gegeben.

Wachstum bei Studenten angepeilt

Starkes Wachstum peilt die Genossenschaftsbank auch weiterhin bei angestellten Heilberuflern und Studenten an, wo ihr Marktanteil noch nicht so hoch ist.

Bei Pharmazie- und (Zahn-)Medizin-Studenten sei der Marktanteil in den vergangenen Jahren von 15 auf 19 Prozent gestiegen.

Ziel sei es, bis 2018 auf einen Anteil von 30 Prozent zu kommen. Bei angestellten Heilberuflern betrage der Marktanteil aktuell 25 Prozent.

Angesichts der seit 2009 um 40.000 gestiegenen Anzahl angestellter Heilberufler im Gesundheitswesen gewinnt dieses Feld auch zunehmend an Bedeutung. Die Bank wolle aber auch weiterhin angestellten Heilberuflern Mut machen, sich niederzulassen.

apoBank-Vorstand Siekmann betonte: "Die wirtschaftlichen Chancen der Niederlassung sind derzeit besser denn je." 998 von 1000 Existenzgründungsfinanzierungen der apoBank würden problemlos bedient.

Auch im laufenden Jahr erwartet die apoBank nach Auskunft von Herbert Pfennig wieder einen leicht steigenden Jahresüberschuss - bei voraussichtlich sinkenden Zinsüberschüssen aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen.

Die Hoffnungen richten sich dabei vor allem auf einen weiter steigenden Provisionsüberschuss.

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