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Resistente Hypertonie? Versuch mit Dreierkombi plus Spironolacton lohnt

MÜNCHEN (wst). Den Blutdruck von Hypertonikern auf leitliniengerechte Zielwerte zu senken, erweist sich in der täglichen Praxis mitunter als schwierig. Versagt trotz gewissenhaft überprüfter Compliance selbst eine antihypertensive Dreierkombination, lohnt sich ein Behandlungsversuch mit zusätzlich Spironolacton.

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Das Therapieziel ist, den Blutdruck unter einen Wert von 140/90 mmHg zu senken. Das gelte unverändert nach den aktualisierten Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Hypertonie (ESH) und der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC), sagte Professor Peter Baumgart aus Münster. Neu ist, dass nicht nur für Diabetiker, sondern auch für Patienten nach Schlaganfall, nach Myokardinfarkt, mit Niereninsuffizienz oder Proteinurie als Therapieziel ein Wert unter 130/80 mmHg gilt, so Baumgart auf einer von MSD unterstützten Veranstaltung in München.

Eine ausreichende bis optimale Blutdrucksenkung gelingt um so leichter, je weniger hypertensive Folgeschäden bestehen. Daher sollte die Therapie möglichst frühzeitig beginnen, sagte Baumgart. Bei unbefriedigendem Ansprechen einer Monotherapie sei es nicht ratsam, immer höher zu dosieren.

Erfolg und zugleich weniger unerwünschte Wirkungen verspricht stattdessen der rasche Umstieg auf eine niedrig bis moderat dosierte Kombitherapie. Fixe Kombinationen, wie jetzt auch zum Beispiel 100 mg des AT1-Blockers Losartan mit 12,5 mg Hydrochlorothiazid (LORZAAR® PLUS forte 100/25), kommen der Compliance entgegen.

Erreicht ein Hypertoniker selbst mit einer Dreierkombination unter Einschluss eines Diuretikums trotz Maximaldosierung der einzelnen Komponenten den leitliniengerechten Zielwert nicht, liegt gemäß der aktuellen ESC/ESH-Definition eine therapieresistente Hypertonie vor. Da verbindliche Studienergebnisse zu diesem Problem fehlen, bleibt nur die Möglichkeit, den Blutdruck mit individuellen probatorischen Strategien doch noch zu senken.

Lohnenswert sei etwa der Versuch, eine unzureichende Dreierkombination mit täglich 25 mg Spironolacton zu ergänzen, sagte Baumgart unter Verweis auf die ASCOT×-Studie. Darin wurde mit dieser Maßnahme eine zusätzliche Blutdrucksenkung um durchschnittlich 20/10 mmHg erreicht. Die Verträglichkeit von Spironolacton sei in dieser niedrigen Dosierung meist akzeptabel, berichtete der Experte.

×ASCOT: Anglo-Scandinavian Cardiac Outcomes Trial

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