Ärzte Zeitung online, 19.01.2017

Australien

Eher Bienenstich als Schlangenbiss

Eher Bienenstich als Schlangenbiss

Kein Toter in Australien durch einen Spinnenbiss in über 10 Jahren, aber mehrere durch Bienenstiche?

© guy/ Fotolia

MELBOURNE. Wer an giftige Tiere in Australien denkt, dem kommen wohl als erstes Schlangen und Spinnen in den Sinn. Doch einer Studie der Universität Melbourne zufolge sind Bienen und Wespen für die meisten Krankenhaus-Einweisungen im Zusammenhang mit giftigen Tieren verantwortlich.

Aus verschiedenen Datenquellen wurden Todesfälle in den Jahren 2000 bis 2013 sowie Krankenhaus-Einweisungen von 2001 bis 2013 betrachtet. Insgesamt wurden von 42.000 erfassten Patienten 33 Prozent wegen Bienen- oder Wespenstichen behandelt. 30 Prozent wurden mit Spinnenbissen eingewiesen und nur 15 Prozent mit Schlangenbissen.

Durch Bienen- und Wespenstiche starben ebenso viele Menschen wie durch Schlangenbisse, nämlich jeweils 27. Auch Ameisen und Quallen verursachten mehrere Todesfälle, wohingegen kein Fall von Spinnenbissen zum Tod führte. (dpa)

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