Ärzte Zeitung online, 07.07.2017

Arzneimittelmarkt

AMNOG führt zu sinkenden Preisen

FRANKFURT. Die Arzneimittelpreise sind im ersten Quartal 2017 bezogen auf den GKV-Gesamtmarkt um 1,7 Prozent gesunken. Dazu tragen inzwischen auch jene Arzneimittel bei, die im ersten Jahr nach ihrer Einführung in Deutschland die Nutzenbewertung durchlaufen und für die dann ein Erstattungsbetrag festgelegt wird. Speziell in diesem Marktsegment beläuft sich die Preissenkung auf 2,1 Prozent. Dies geht aus einer Analyse von IMS Health hervor, bei dem das Wachstum der Arzneimittelausgaben in verschiedene Komponenten zerlegt worden ist. Danach herrscht Preiswettbewerb auch im Festbetragsmarkt: Hier sanken die Preise im ersten Quartal um 2,6 Prozent.

Gleichwohl stiegen die Ausgaben im GKV-Markt um 4,7 Prozent. Ursächlich dafür ist ein moderater Mengenanstieg von 1,4 Prozent (gemessen in Packungen) sowie die Strukturkomponente, die bei 5,1 Prozent liegt. Dominant dabei ist der Wechsel zu innovativen Präparaten, der 3,7 Prozentpunkte zum Ausgabenwachstum beisteuert. (HL)

Topics
Schlagworte
Arzneimittelpolitik (7562)
Organisationen
IMS Health (350)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Tuberkulose - tödlichste Infektionskrankheit

1,6 Millionen Menschen starben im vergangenen Jahr an Tuberkulose, berichtet die WHO. Damit bleibt TB die tödlichste Infektionskrankheit der Welt. mehr »

Einige Frauen sind besonders dufte

Für Männer-Nasen riechen einige Frauen besser als andere. Das hängt mit der Fortpflanzung zusammen, berichten Forscher aus der Schweiz. mehr »