Ärzte Zeitung online, 18.05.2018

Digital Health

Gesundheit zieht Künstliche Intelligenz an

Im Geschäftsfeld Künstliche Intelligenz dominieren vor allem Start-ups das Geschehen, so eine Marktanalyse.

MÜNCHEN. Der Gesundheitssektor ist weltweit nach den B2B-Dienstleistungen das größte Einsatzfeld für Künstliche Intelligenz (KI). Das geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Studie "Artificial Intelligence – A strategy for European startups" der Strategieberatung Roland Berger hervor. KI gilt laut Analyse als eines der Hauptfelder im wirtschaftlichen Wettbewerb des 21. Jahrhunderts.

Wie die Experten betonen, seien bei KI nicht große Konzerne, sondern Start-ups die bestimmenden Innovationstreiber. Auf ihr Konto gingen Technologien wie Bilderkennung, Sprachverarbeitung oder automatisiertes Fahren.

Im globalen Konkurrenzkampf liege es im Interesse aller Wirtschaftsnationen, ein starkes Ökosystem für diese jungen Unternehmen aufzubauen, so die Berater. Stand heute hätten die USA eine Führungsrolle übernommen: Fast 40 Prozent aller KI-Start-ups seien dort ansässig.

Europa liege mit 22 Prozent an zweiter Stelle vor China und Israel. Israel investiere zum Beispiel umgerechnet rund 275 Millionen US-Dollar in KI-Projekte, die im Zusammenhang mit Digital Health stünden.

Der Europäischen Kommission empfehlen die Berater, bei der Strategie für das Förderprogramm Horizon, bei dem das Thema Gesundheit breiten Raum einnimmt, für den Zeitraum 2021 bis 2027 nachzujustieren. Konkret sollte die Kommission nicht Projekte suchen, sondern Probleme identifizieren, deren Lösung sich dann Start-ups widmen sollten.

Dabei sollten die EU-Bürger involviert werden, die über eine spezielle Online-Plattform für technische Konzepte auf Defizite wie zum Beispiel bei der Gesundheitsversorgung hinweisen könnten, die mit KI-Lösungen gezielt adressiert und gelöst werden könnten. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mehr Beachtung für die Diastole!

Dem diastolischen Blutdruck wird weniger Bedeutung geschenkt als dem systolischen. Dabei sind diastolische Werte ein unabhängiger Risikofaktor für Infarkt und Schlaganfall. mehr »

Drei Gesetze auf einen Streich

Gesundheitsminister Spahn in Höchstform: Dem Bundeskabinett präsentiert er drei ambitionierte Reformpläne – und die werden abgenickt. Nach der Sommerpause berät der Bundestag darüber. Es dürfte turbulent werden. mehr »

Rauchen schadet besonders Frauenherzen

Rauchen erhöht das Risiko für einen Herzinfark – unabhängig von Geschlecht und Alter. Bei jungen Frauen scheint sich Zigarettenkonsum am stärksten auszuwirken. Doch das Risiko lässt sich deutlich senken. mehr »